Erstellt am 14. Juni 2017, 02:55

von Maximilian Köpf

Das letzte Puzzleteil finden. Maximilian Köpf über Kommen und Gehen in der 1. Klasse Waldviertel.

Lange hielt er nicht an, der Waldhausner Traum vom Klassenerhalt. Überraschend war‘s dann aber auch nicht, dass es nach zehn Jahren wieder in die 2. Klasse geht. Dafür ist die Saison einfach zu enttäuschend verlaufen. Die jüngste Partie war ein Spiegelbild davon – große Pläne, viel Bemühen, aber unterm Strich wenig Reibach.

Damit tritt wirklich das Worst-Case-Szenario ein und drei Bezirksklubs müssen absteigen. Zumindest zum Teil wird dieser Abgesang gedämpft. Denn mit Rappotten-stein rückt ein Klub nach, der noch eine Rechnung mit der 1. Klasse offen hat, vor drei Jahren als Aufsteiger volley wieder gehen musste. Die Ritter haben in den vergangenen Jahren viel richtig gemacht, nicht nur die ideale Mischung aus jung, alt, einheimisch und „fremd“ gefunden, sondern sich auch abseits des Platzes top aufgestellt – von Vorstand über Infrastruktur und Außendarstellung bis zu den Fans. Vor drei Jahren kam der Aufstieg zu früh, jetzt ist die Zeit gekommen.

Die Euphorie muss genutzt werden, um diesmal die sportlichen Weichen richtig zu stellen. Die Mannschaft an Schlüsselpositionen verstärken, ohne dabei das tolle Teamgefüge zu zerstören, ist nicht einfach, aber essenziell. Gelingt dieser Schritt, dann steht den Rittern diesmal ein langer Aufenthalt in der
1. Klasse Waldviertel bevor.