Erstellt am 04. April 2017, 17:13

von Michael Salzer

Strukturreform an der Basis. Michael Salzer über die optimale Lösung für die kleinsten Fußball-Klubs.

Nach der erfolgreichen Herbstsaison in der 2. Klasse Waldviertel Süd haben die Rappottensteiner ihre Souveränität verloren. Das war auch beim mühsamen 1:1 in Kirchberg erkennbar. Ein Nachfolger von Spielmacher Jaroslav Ludacka, der seine Karriere verletzungsbedingt beendet hat, ist weiterhin nicht in Sicht. Der vom ASV Gutenbrunn geholte Nikoley Schibany wird als zweite Sturmspitze neben Spielertrainer Mario Reicher eingesetzt. Doch im Mittelfeld fehlt der umsichtige Antreiber, der die Angreifer mit brauchbaren Bällen versorgt. Punkten die Ritter nun auch am Samstag im Hochland-Derby daheim gegen Arbesbach nicht voll, droht der Verlust der Tabellenführung…

Beim SV Göpfritz/Wild (2. Klasse W4 Thayatal) ist das sportliche Geschehen in den Hintergrund gerückt: Weil der Waldviertler Traditionsklub nach wie vor kein Reserve-Team stellen kann, muss er wieder retour in die 3. Klasse Hornerwald. Dieser Fall zeigt, dass die Vereine an der Fußball-Basis dringend eine Strukturreform brauchen. Alles könnte so einfach sein, wenn man nur will:

Die 3. Klasse auflösen, eine 2. Klasse mit sowie eine ohne Reserve-Zwang gründen. Somit wäre auch gleich das Dauerproblem der fehlenden Mannschaften in den 2. Klassen gelöst.