Erstellt am 27. Mai 2016, 05:54

von Markus Füxl

Konzert: „Stört’s“ begeisterten. Die Gruppe servierte dem Publikum ein musikalisches Potpourri aus Bach, Bob Marley und Selbstgeschriebenem.

Die Band mit dem neuen, vergrößerten Syrnau-Team: Christian Renk, Ekhlas Jubori, Gabi Koppensteiner, Ziyad Abu-Altemen, Sepp Koppensteiner (hinten) sowie Raid Al-Tarboolee, Ron Kienast, Peter Cerny und Mischa Niemann (vorne).  |  NOEN, Markus Füxl

Der Verein „Syrnau- Kultur:Impuls:Zwettl“ lud am vergangenen Samstag, 21. Mai, erneut zu einem musikalischen Abend in den sparkasse.event.raum ein. Auf der Bühne standen diesmal heimische Musiker, nämlich die vierköpfige Gruppe „Stört’s?“, bestehend aus Mischa Niemann, Ron Kienast, Christian Renk und dem Syrnau-Lokalmatador Sepp Koppensteiner. Das Interesse war entsprechend groß…

Die Musiker servierten dem Publikum im Laufe des Abends ein musikalisches Potpourri aus bekannten Stücken und selbst geschriebenen Nummern, was die musikalische Zuordnung nicht gerade leichter machte. Die Bandbreite reichte dabei etwa von klassischen Jazzstandards über Bob Marleys „I Shot The Sheriff“ bis zu einem jiddischen Tanz.

Neben den rasanten Tonleitern lief genauso der Schmäh auf der Bühne, so erklärte Mischa Niemann: „Wir mischen die musikalischen Stile, weil wir uns einfach nicht einigen können, was wir eigentlich spielen wollen.“
Aus dieser Unentschlossenheit entstand dann auch eine Mischung aus Johann Sebastian Bach und einer traditionellen Polka. Gegen Ende des Sets ergänzte Peter Cerny das Quartett für einen gemeinsamen Song in Mundart.

Es war fast schon ein Open Air-Konzert


Der Andrang der Besucher war gewohnt groß, und so mussten viele neben den Sitzreihen dicht gedrängt stehen. Die Zuhörer störten sich daran allerdings nicht im Geringsten, und so wurde der Bereich vor der Ausschank kurzfristig zur Tanzfläche umfunktioniert. Aufgrund der steigenden Temperaturen auf und vor der Bühne mussten deshalb auch relativ rasch die Fenster gekippt werden – sehr zur Freude der Zwettler Nachtschwärmer. Denn so hatten auch die Besucher des Gastgartens im Erdgeschoss etwas vom schweißtreibenden Auftritt der Vollblutmusiker.

Die vier gebürtigen Waldviertler sind nach eigenen Angaben weder eine Jazzcombo noch eine Rockband. Sie sind nicht Rock’n’Roll, aber auch nicht Klassik. Sie mischen Johann Sebastian Bach in eine traditionelle Polka und spielen kurz danach Bob Marley. Stört’s? Ganz und gar nicht!