Erstellt am 09. September 2015, 07:12

von Brigitte Lassmann-Moser

Die Wortspielereien von "fünf Herren". Austropop-Perlen mit Zwettl-Bezug und witzig-deftige Geschichten gab es am Freitag im Hamerlingsaal.

Wortspielereien und viel gute Musik gab es am Freitag von den »3 Herren« Gerhard Uitz, Andreas Kugler und Werner Schwarzmann (M.), die von Edwin Kainz (l.) musikalisch und von Franz Fischer (2. v. r.) textlich unterstützt wurden. Für die Technik zeichneten Heinz Schmöllerl (2. v. l.) und Gerald Grafeneder (r.) verantwortlich.  |  NOEN, B. Lassmann

Eigentlich wollten sie ihre "Hamerlingsaal-Tournee" im Vorjahr abschließen. Jetzt gaben sie ebendort am vergangenen Freitag, 4. September, doch wieder ein Konzert. Gedankt wurde es ihnen mit einem riesigen Publikumsinteresse.

Die Rede ist von den „3 Herren“ Andreas Kugler, Werner Schwarzmann und Gerhard Uitz, die diesmal ihrem Konzert den Titel „Wortspielereien“ gaben. Und derer gab es viele, im wahrsten Sinn des Wortes, aber auch Wortspielereien in Form einer Laser-Show (Leser-Show) von Franz Fischer, der mit seinen Texten alte Zwettler Theaterzeiten wieder aufleben ließ.

Austropop-Perlen wurden umgedichtet

Die drei Musiker, die wieder von „ihrem“ vierten Mann, nämlich Edwin Kainz, der seit 2009 mit dabei ist, unterstützt wurden, gaben zwar ihr gewohntes Repertoire von Austropop-Perlen zum Besten – und doch war an diesem Abend alles anders. Fast ausnahmslos wurden nämlich – mehrheitlich von Franz Fischer – umgetextete Lieder gespielt und gesungen, „weil wenn man Austropop hören will, kann man auch Ö2 oder ,Zwettl3‘ hören“.

Und so wurde aus dem Ambros-Hit „Langsam wachs ma zamm“ die Geschichte eines Mannes und seiner angehenden Glatze („Langsam brauch i kan Kamm“), aus „Irgendwann bleib i dann durt“ von STS wurde ein Zwangsaufenthalt in Griechenland („Irgendwie bleib i jetzt durt“), und aus dem Wiener Zentralfriedhof wurde jener in Zwettl: „Es lebe der Propstei-Friedhof“.

Winnetou auf Tirolersich

Dazwischen las Franz Fischer seine ausgesprochen lustigen Texte – den Winnetou auf Tirolersich und auf „Favoritenerisch“, er trug vor, was in der Berichterstattung aus einem Hundebiss in den diversen Parteiblättern und anderen Zeitungen (u.a. der NÖN) wird, er schilderte ein – relativ deftiges – Aufklärungsgespräch zwischen Vater und Sohn und, und, und...

Und bei einer der Zugaben, bei denen die vier musizierenden Herren „noch einmal die Sau raus ließen“, übernahm Fischer sogar den Gesangs-Part – und besang zur Melodie von Danzers „Frauenmörder Wurm“, was 14 Gläser Sturm aus einem Mann machen („Männermörder Sturm“).

„Schmutzige Lieder“ sind gefragt

Auch diesmal durften natürlich ein paar von Georg Danzers „schmutzigen Liedern“, die immer wieder gefragt sind, nicht fehlen – aber die sind fast nicht umzutexten, deshalb gab es sie im Original.

Zurück ließen die fünf Herren – mit den beiden Technikern gar sieben – ein begeistertes Publikum. Und den Wunsch, die „Hamerlingsaal-Tournee“ möge auch im kommenden Jahr fortgeführt werden.