Erstellt am 10. September 2015, 07:07

von Brigitte Lassmann-Moser

Langer Weg ist zu Ende. Über 10.000 unentgeltliche Arbeitsstunden wurden für das neue, 810.000 Euro teure Feuerwehrhaus in Kottes geleistet, das am Sonntag eröffnet wurde.

Aufstellung vor dem schmucken neuen Feuerwehrhaus: Josef Thallauer (ehemaliger Bezirkskommandant von Tulln), Landesrätin Barbara Schwarz, Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger, Karl Schweighofer, Komandant-Stellvertreter Mathias Wania, der Bezirkskommandant von Krems, Martin Boyer, Landtagsabgeordneter Franz Mold, Feuerwehrarzt Hermann Trautsamwieser, Kommandant Daniel Lagler, Landeskommandant Dietmar Fahrafellner, Bürgermeister Wolfgang Vogl, Abschnittskommandant Willi Renner, Bundesratsabgeordnete Adelheid Ebner, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schnabl und Feuerwehrkurat Pater Timotheus Juric (v. l.).  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser

Die Freiwillige Feuerwehr Kottes konnte am Sonntag, 6. September, nicht nur die Eröffnung ihres neuen Feuerwehrhauses, sondern auch die Segnung des neuen Kommandofahrzeuges feiern.

Nach einer Messe, zelebriert von Feuerwehrkurat Pater Timotheus Juric, konnte Kommandant Daniel Lagler zahlreiche Fest- und Ehrengäste begrüßen. „Der Weg zum neuen Feuerwehrhaus war lang und nicht einfach“, erklärte Lagler. Schon lange habe der Wunsch nach einem neuen Haus bestanden, ehe im Herbst 2013 der erste Ziegelstein gesetzt werden konnte. Im heurigen Februar konnte die Wehr bereits übersiedeln – ein Jahr früher als geplant. 810.000 Euro hat das neue Feuerwehrhaus, das aufgrund der neuen Mindestausrüstungsverordnung etwas kleiner als ursprünglich geplant gebaut werden musste, gekostet, 385.000 Euro hat das Land, 315.000 Euro die Gemeinde beigesteuert.

Den Rest brachte die Feuerwehr auf, die u.a. den gesamten Innenausbau selbst bewerkstelligte. 10.400 unentgeltliche Arbeitsstunden wurden geleistet. Grund genug, um allen Feuerwehrmitgliedern und Privatpersonen für ihren unermüdlichen Einsatz um den Neubau mit einer Anerkennungsurkunde zu danken.

Kaum hatte die FF Kottes mit dem Hausbau begonnen, musste aus technischen Gründen das alte Kommandofahrzeug ausgeschieden werden. Der Ankauf eines neuen schien finanziell kaum machbar, doch dann sprangen die Bevölkerung und Sponsoren ein, sodass für die Wehr nur noch ein minimaler Betrag übrig blieb. Und so konnte auch ein neues Kommandofahrzeug, das hauptsächlich als Vorausfahrzeug eingesetzt wird, in Dienst gestellt und am Sonntag gesegnet werden.

„Gut Ding braucht Weile!“
Abschnittskommandant Willi Renner

Mit der Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses sei ein „wichtiger Investitionsabschnitt“ der Gemeinde zu Ende gegangen, betonte Bürgermeister Wolfgang Vogl. Baulich und technische entspreche das neue Haus dem modernsten Standard, und auch erneuerbare Energien würden in Form einer solargesteuerten Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage vorbildlich genutzt, freute sich der Bürgermeister, der allen Beteiligten seine Hochachtung für ihren Einsatz und die gute kameradschaftliche Zusammenarbeit aussprach.

„Gut Ding braucht Weile“, meinte Abschnittskommandant Willi Renner. „Etwas Großartiges ist hier entstanden, ein sehr zeitgemäßes, zweckmäßiges Feuerwehrhaus“, so Renner, der eine Uhr als Geschenk überreichte. Gratulationen zum gelungenen Werk gab es auch von Bundesratsabgeordneter Adelheid Ebner, Nationalratsabgeordneter Angela Fichtinger – sie brachte eine Sparbüchse in Form eines Feuerwehrautos als Präsent mit – und Landtagsabgeordnetem Franz Mold, der auf drei wesentliche Faktoren hinwies, die das Feuerwehrwesen auszeichnen: die Menschen, die Aus- und Weiterbildung sowie die Infrastruktur.

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner lobte am Beispiel Kottes das einzigartige Feuerwehrsystem in unserem Land. Aber: „Helfende Hände gehören gepflegt, nicht gefesselt. Dieses System müssen wir aufrecht erhalten“, so Fahrafellner. „Nicht die Hülle eines Hauses macht‘s aus, sondern das Innere. Hier passen Motivation und Einstellung!“ Der Landeskommandant stellte sich mit einer Luftaufnahme des neuen Hauses sowie einer NÖ-Fahne ein.

Abschließend wurde Feuerwehrarzt Hermann Trautsamwieser mit dem Verdienstzeichen 3. Klasse des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet, für die Patinnen der Wehr gab es als Dankeschön Blumen.