Rastenfeld

Erstellt am 11. Februar 2017, 10:54

„Brrrrr“: Eisiger Tauchereinsatz in Ottenstein. Eine dicke Eisschicht, 4 Grad kaltes Wasser und eine Außentemperatur im Minusbereich – nicht gerade einladende Bedingungen für einen Tauchgang im Ottensteiner Stausee im Bezirk Zwettl...

EVN-Projektleiter Ernst Bieber braucht für Arbeiten am Wasserkraftwerk Ottenstein die Unterstützung von insgesamt 9 Tauchern.  |  EVN/Plutsch

Für die EVN allerdings waren es ideale Bedingungen, um wichtige Arbeiten an der Staumauer des Kraftwerks Ottenstein zu erledigen.

Dabei ging es um die Erweiterung des sogenannten „Grundablasses“. „Das ist eine wichtige sicherheitstechnische Einrichtung, die ein jederzeitiges Ablassen des Wassers aus dem Speicherbecken ermöglicht“, erklärt-EVN Projektleiter Ernst Bieber. „Der Winter ist ein idealer Zeitpunkt für diese Arbeiten, da der Wasserspiegel um mehr als zehn Meter niedriger ist als im Sommer. Damit wird die Einsatztiefe für die Taucher verringert.“

Maximal 15 Minuten Arbeit unter Wasser

Die erforderliche Tauchtiefe betrug immer noch beachtliche 36 Meter: „Man muss bei solchen Tauchgängen sehr diszipliniert vorgehen. In diesen Tiefen können wir maximal 15 Minuten unter Wasser arbeiten und müssen danach Dekompressionspausen beim Wiederaufstieg einplanen“, so Martin Lederbauer, der verantwortliche Profi-Taucher, dem weder die frostigen Temperaturen über noch jene unter  Wasser etwas anhaben konnten.

Die spektakulären Arbeiten wurden gemeinsam mit den freiwilligen Feuerwehren von Spitz/Donau und Rastenfeld geplant und durchgeführt.