Gmünd , Zwettl , Krems

Erstellt am 08. Juli 2016, 05:31

von Hannes Ramharter

Bestand wurde garantiert. Bei der Amtseinführung von Richard Simsalik gab Justizminister Bestandsgarantie für die fünf Waldviertler Gerichtsstandorte ab.

Einen Button mit der Aufschrift „Alles was Recht ist“ erhielt der neue Präsident des Landesgrichts Krems, der gebürtige Gmünder Richard Simsalik, zur Amtseinführung von Justizminister Wolfgang Brandstätter überreicht.  |  Johann Lechner

Der gebürtige Gmünder Richard Simsalik wurde in einem Festakt im großen Schwurgerichtsaals des Landesgerichts Krems am Dienst auch offiziell in das Amt des Präsidenten des Landesgerichts Krems eingeführt.

Die Amtseinführung des von Bundespräsident Heinz Fischer per 1. April ernannten Landesgerichtspräsidenten wurde durch Gerhard Jelinek, Präsident des Oberlandesgerichts Wien, vorgenommen. Jelinek skizzierte die Biographie des neuen Präsidenten, der 1987 an der Handelsakademie Gmünd maturiert hatte. Nach dem Präsenzdienst arbeitete Simsalik zuerst als Buchhalter, legte dann die Bilanzbuchhalterprüfung ab und begann schließlich berufsbegleitend Jus zu studieren.

Gerichtssprengel sollen bleiben

Das Studium schloss er nach fünf Jahren mit dem Magisterium ab, nach einem weiteren Jahr mit dem Doktorat. Ende 1999 wurde Richard Simsalik Richteramtsanwärter, legte am 1. November 2002 die Richteramtsprüfung mit Auszeichnung ab und wurde dem Bezirksgericht Amstetten zugeteilt. In dieser Zeit schaffte er auch die Rechtsanwalts-Ergänzungsprüfung. Knapp zwei Jahre später wurde er Richter am Landesgericht Krems, wo er im Straf- und Zivilrecht in jeder Sparte tätig war und auch in der Innenrevision freiwillig mitarbeitete. Am 1. Dezember 2011 wurde er zum Vizepräsidenten des Landesgerichts Krems ernannt.

Die Obfrau der Richtervereinigung Sektion Krems, Andrea Michaelc, die als Richterin am Bezirksgericht Horn tätig ist, betonte, dass die fünf Gerichtssprengel des Landesgerichts Krems „nahe am Bürger sind und dies auch in Zukunft bleiben sollen“.
Justizminister Wolfgang Brandstetter griff diese Bemerkung Michaelcs auf und meinte: „Jetzt haben wir keinen Bedarf an weiteren Schließungen, fünf Sprengel sind wenig genug, da kann man eine Bestandsgarantie für diese Gerichte abgeben.“

Richard Simsalik ging abschließend auf seine Zukunftspläne ein: Ein Servicecenter soll errichtet werden, die Öffentlichkeitsarbeit soll verstärkt werden, man will auch in die Schulen gehen und zur Eröffnung des Service-Centers einen Tag der offenen Tür veranstalten.
Siehe auch Landeszeitung Seite 16.