Erstellt am 18. September 2015, 05:52

von Marianne Graf

Isolde Kerndl verfasste eine Mundartmesse. Musikalisch wurde das Projekt, das eine tiefe Verbundenheit mit Gott ausdrückt, von Elfi Klinger umgesetzt.

Die Waldviertler Mundartmesse stammt aus der Feder von Isolde Kerndl (r.) und wurde musikalisch umgesetzt von Elfi Klinger.  |  NOEN, Marianne Graf

Eine „Waldviertler Mundartmesse“ hat die bekannte Mundartdichterin Isolde Kerndl verfasst. Musikalisch wurde sie von Elfi Klinger umgesetzt. Am Sonntag, 27. September, kommt sie in der Pfarrkirche Gmünd/Neustadt zur Uraufführung.

Isolde Kerndl ist als Autorin weit über die Grenzen des Waldviertels hinaus bekannt. Ihre Arbeit ist geprägt von großer Zuneigung zu den Menschen der Region und einer tiefen Verbundenheit mit dem Waldviertel. „Gott versteht alle Sprachen, sogar die Waldviertler Mundart, er nimmt alle Worte auf, und für Musik ist er besonders offen“, so Initiatorin Isolde Kerndl.

Direkt in die Seelen

Die Texte der Messlieder bringen im persönlichen Dialog die Gedanken und Anliegen an Gott unmittelbar zum Ausdruck und dabei zeichnet Isolde Kerndl einen liebevollen, nicht-wertenden Gott, der Platz zum Klagen, Hadern, Hinterfragen und auch Danken bietet. Wer Isolde Kerndl kennt, weiß, dass sie es versteht, hinter die Fassaden und direkt in die Seelen der Menschen zu schauen – eindrucksvoll setzt sie ihre Kunst bei den Texten der neuen Mundartmesse um.

Auf der Suche nach der musikalischen Umsetzung fand Isolde Kerndl in der Liedermacherin und Komponistin Elfi Klinger aus Bruderndorf die ideale Partnerin. Elfi Klinger hat sich mit der Langschläger Kindermesse und Liedern mit humorvoll verpackten, gesellschaftskritischen Texten bekannt gemacht. „Bereits beim ersten Lesen von Isoldes Texten wurden im mir viele Empfindungen zum Klingen gebracht“, so Klinger, die sich über das Vertrauen von Isolde Kerndl freut. Was Kerndl mit der Feder zu sagen weiß, versteht Klinger musikalisch mit ihrem vierstimmigen Chorsatz eindrucksvoll zum Ausdruck zu bringen.

Die Waldviertler Mundartmesse ist ein Zeichen des Glaubens und Ausdruck einer tiefen Verbundenheit mit Gott, den Menschen und dem Waldviertel. „Das Gut-Aufgehobensein bzw. das ,Guad-sei‘ ist für mich in der Kirche deutlich spürbar“, fasst Isolde Kerndl zusammen.

Uraufführung: Sonntag, 27. September, 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Gmünd/Neustadt mit dem Waldensteiner Sängerbund unter der Leitung von Anita Bröckl.