Zwettl

Erstellt am 22. Oktober 2016, 05:55

von Maria Moll

Blümel malt - abstrakt und konkret. Humorvoll präsentierten Kollegen die Werke des Künstlers Karl Blümel in der Ausstellung am Dürnhof.

Die Ausstellung „abstrakt und konkret“ mit Werken von Karl Blümel (5. v. r.) eröffnete Landtagsabgeordneter Franz Mold (r.). Bürgermeister Herbert Prinz (3. v. r.) verfolgte mit einer großen Gästeschar die humorvolle Präsentation der Bilder durch Johann Pregesbauer und Erwin Winter (v. l.) im Dürnhof, dem privaten Domizil von Kurt und Gudrun Lechner (weiter nach r.). Für gute Musik sorgte das Bläserquartett Klopf mit (hinten, v. r.) Erich Klopf sen. und jun., Jürgen Hauer und Thomas Pabisch.  |  NOEN, Maria Moll

Die große Fangemeinde des Zwettler Künstlers Karl Blümel wurde am Abend des 14. Oktobers vom Bläserquartett Klopf mit tönendem Klang zur Vernissage der Ausstellung „abstrakt und konkret“ im Dürnhof empfangen.

„Charly malt seine Bilder überall“

Begrüßungsworte sprach der Besitzer des Hauses, Kurt Lechner. Die Spaßvögel Erwin Winter und Johann Pregesbauer übernahmen auf humorvolle Art die Präsentation der Bilder. Obwohl sie keine Gelegenheit zu Wortspiel und Witz versäumten, verstanden sie es gut, Blümels bildnerische Techniken anschaulich zu erklären: Den Farbholzschnitt mit verlorener Platte, die Ölmalerei und das Aquarell.

„Charly malt seine Bilder überall“, stellten die beiden Lehrerkollegen Blümels fest. Er arbeitet viel in der Natur – draußen – wegen des Lichts. Manches stellt er daheim nach Fotos fertig.“ Blümels Liebe zur Natur gehe sogar so weit, dass er in seinem Garten verschiedene Mohnsorten anbaut, um sie als Vorbilder für seine Malerei zu nutzen.

Ein Problem besonderer Art stellte sich den beiden Präsentatoren mit dem Begriff „abstrakt“. Weil sie irrtümlich auf die Erklärung „unfertig“ stießen, gingen sie daran, ein Werk Blümels durch lasierendes Übermalen zu „finalisieren, sich zu einer Komposition durchzuarbeiten“. Die spätere Erkenntnis, dass „abstrakt“ mit „gegenstandslos“ zu erklären ist, störte nicht weiter, denn: „Das Wichtigste bei einer Vernissage ist sowieso das Buffet.“ Mit Gstanzln, begleitet auf der „Quetschn“, rundete Pregesbauer den Sketch ab.

Die Eröffnung der Ausstellung übernahm Landtagsabgeordneter Franz Mold, weil er Blümel durch die zehnjährige Zusammenarbeit im Rahmen der Malakademie kennen und schätzen gelernt habe. Dieser dankte seinen Gastgebern und Helfern mit Geschenken aus der „Schatzkiste“. Gegen eine Spende von 20 konnten die Besucher einen Abzug von einem Holzschnitt des Künstlers selbst anfertigen. Der Erlös von 900 geht an den Verein „Willkommen Mensch!“ in Zwettl.