Erstellt am 13. Januar 2016, 05:58

von Markus Füxl

Mit Ausverkauf geht‘s stark weiter. Bei den Zwettler Geschäftsleuten klingelten die Kassen, gefragt waren vor allem Gutscheine.

Die Lederjacke als Schnäppchen: Der Abverkauf nach Weihnachten lockt auch bei Martha Boden die Kunden ins Geschäft.  |  NOEN, Foto: Markus Füxl

Wie ist das Weihnachtsgeschäft in Zwettl gelaufen? Was waren die Hits? Wie schaut’s mit dem Abverkauf aus? Die NÖN hat sich umgehört.
Martin Fichtinger, Obmann des Wirtschafts- und Tourismusmarketings und Geschäftsführer von SKRIBO Zwettl, kann trotz Schwierigkeiten auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft zurückblicken: „Wir haben mittlerweile in der Innenstadt mit der Kundenfrequenz zu kämpfen. Nachdem das ganze Jahr über eher durchwachsen war, gab es beim Weihnachtsgeschäft aber glücklicherweise ein Plus zum Vorjahr.“

Vor allem bei Damenbekleidung und Spiel- und Lederwaren griffen die Zwettler zur Weihnachtszeit verstärkt zu. Der Umtausch in den ersten Jännerwochen halte sich in vertretbaren Grenzen, Martin Fichtinger gibt zu bedenken: „Im Dezember hat man einfach die meisten Verkäufe, in Relation dazu sind die Umtausche eigentlich minimal. Das Thema wird pünktlich zum Jahreswechsel von den Medien hochgespielt.“

„Es kommt bei uns stark auf das Wetter an“

Um sich den Umtausch zu ersparen, standen besonders Gutscheine hoch im Kurs, so etwa im Modehaus Boden. Vor allem bei Damenmode griffen die Kunden häufig zur Gutschrift. Eine Erklärung seien die warmen Temperaturen, so Martha Boden: „Es kommt bei uns stark auf das Wetter an. Winterjacken sind oft hängen geblieben, die werden dafür jetzt verstärkt gekauft.“ Neben dem verspäteten Wintereinkauf werde gleichzeitig gezielt Ballkleidung gekauft: „Vor Weihnachten nimmt sich dafür einfach niemand die Zeit. Eigentlich kommt erst jetzt die ruhigste Zeit des Jahres“, meint Boden.

Einen Strich durch die Rechnung im Weihnachtsgeschäft machte der milde Winter Elvira Jank, Geschäftsführerin von WollLust & FarbGenuss. „Ich bin leider nicht zufrieden. Es wird normalerweise zu Weihnachten verstärkt gestrickt, aber bei Temperaturen um die 15 Grad ist der Anreiz scheinbar nicht so groß“, gibt sie im Gespräch mit der NÖN zu. Neben persönlich zusammengestellten Sets griff man auch hier aber vermehrt zu Gutscheinen.


Unabhängig von den warmen Temperaturen darf zu Weihnachten natürlich eines nicht fehlen: Der aufgeputzte Weihnachtsbaum. Christbaumkugeln und Weihnachtsschmuck wurden dafür etwa beim XXX-Lutz gekauft, Geschäftsführer Josef Sigmund meint dazu: „Wir haben im Vorfeld relativ früh am 21. Dezember mit 50 Prozent Rabatt gestartet. Das wurde sehr gut aufgenommen, das Geschäft war brechend voll.“ Der große Andrang dürfte aber erst jetzt im Räumungsverkauf kommen, so Sigmund: „In diesem Zeitraum sind nicht nur die Werbungen aggressiver, sondern auch die Preise. Viele Ausstellungsstücke stehen jetzt besonders günstig im Abverkauf.“

Solche Spezialaktionen dürften das Weihnachtsgeschäft bis in den Jänner treiben und die Händler jubeln lassen. So meint etwa auch Ewald Mengl von Red Zac Mengl: „Wenn die Ferien enden, geht es bei uns eigentlich immer stark weiter. Unsere Aktionen werden bis in den Jänner fortgeführt.“ Große Gewinner sind dabei Handstaubsauger und hochwertige Fernsehgeräte, auch Handys haben die Zwettler mehr gekauft als im Vorjahr.