Zwettl

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:03

von Markus Füxl

Monster in Zwettl. Dutzende Jugendliche trafen sich am Zwettler Hauptplatz. Sie gingen mit ihren Handys auf Monsterjagd.

Die begeisterten Pokemonsammler Thomas Hofbauer, Fabian Todt, Raphael Eibensteiner, Robin Leitner, Florian Leitner und Finn Leitner gingen am Samstag in der Zwettler Innenstadt gemeinsam auf die Jagd.  |  NOEN, Markus Füxl

Über dreißig Jugendliche nahmen am Samstagnachmittag beim ersten „Pokemon Go Walk“ in der Zwettler Innenstadt teil. Sie versuchten, mit ihren Handys die begehrten Fantasiewesen zu fangen.

Pokemon Go ist ein neues Spiel für Smartphones und ist mittlerweile weltweit zu einem richtigen Hype geworden. Es basiert auf der beliebten Gameboy-Reihe aus den 90er Jahren und nutzt das Prinzip der erweiterten Realität („Augmented Reality“).

Mittels GPS-System ermittelt das Spiel den Standort des Spielers und lässt ihn auf einer virtuellen Landkarte erscheinen. Über die Handykamera sieht er dann die virtuellen Monster vor sich auftauchen und kann sie mit sogenannten „Pokebällen“ fangen. Der Veranstalter Fabian Todt erklärt: „Es geht darum, alle Pokemon zu sammeln. Einer der beliebtesten Treffpunkte in Zwettl ist dabei das untere Ende der Kuenringerstraße.“.

Wasserpokemon an Flüssen

Bestimmte Typen von Pokemon kann man nur an dazugehörigen Orten fangen. So zeigen sich Wasserpokemon gerne an Flüssen und Geistpokemon in der Nähe von Friedhöfen.

Die begehrten Gegenstände im Spiel, wie Pokebälle oder Heiltränke, bekommen die Spieler in „Pokestops“. Diese sind meist Denkmäler und werden vom Spiel anhand der GPS-Daten automatisch bestimmt. In Zwettl gibt es sie etwa an der Stadtmauer, vor der Alten Brauerei oder beim Kriegerdenkmal neben der Johannes von Nepomuk Kapelle.

Der organisierte Rundgang führte die Gruppe vom Hundertwasserbrunnen über die Pestsäule zum Eislaufplatz. Die Altersspanne reichte dabei von Volksschülern bis zu über 30-Jährigen. Dass dutzende Jugendliche gleichzeitig in ihr Handy starren, zog in der Innenstadt interessierte Blicke von ahnungslosen Passanten auf sich.

Neben dem Spielspaß kommt es aber immer wieder zu Unfällen, weil Spieler den Straßenverkehr übersehen. Fabian Todt meint dazu: „Solche Fälle gibt es leider, aber ich appeliere an die Vernunft. Man sollte einfach wissen, was man im Umgang mit dem Handy machen kann und was nicht.“

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