Zwettl

Erstellt am 24. August 2016, 05:41

von René Denk

Ideenschmiede Waldland. „Das ist sicher ein Teil unseres Erfolges“, sagt Geschäftsführer Gerhard Zinner.

Elf Patente und Patentanmeldungen hat Waldland bisher eingereicht. Das zeigen Stefan Spandl, Geschäftsführer Gerhard Zinner und Hannes Blauensteiner.  |  NOEN, René Denk

Elf Patente für technische Innovationen hat die Firma Waldland bisher seit 2007 angemeldet beziehungsweise stehen in Anmeldung. Aktuell sind auch zwei Entwicklungen beim Patentamt eingereicht, die noch nicht geschützt sind.

Eine technische Weiterentwicklung kommt aus dem Bereich, in dem Waldland den Großteil ihrer Patente hat, der Motortechnik. Es handelt sich um ein Servo-Ventil beziehungsweise die Ansteuerung davon, das erlauben soll, Kraftstoffe mit unterschiedlichen Zündzeitpunkten einspritzen zu können.

Außerdem hat man eine weltweit einzigartige Ölfiltertechnik entwickelt, die in Ölmühlen eingesetzt werden kann. „Pflanzenöl filtern können viele. Mit unserer Technik, die mit eingebaut wird, kann man sich aber immer wieder entscheiden, ob man Speiseöl oder Pflanzenölkraftstoff nach DIN-Norm produzieren will“, sagt Hannes Blauensteiner, Pflanzenöl-Abteilungsleiter bei Waldland.

Schon immer am Forschung  Waldlandhof

Eine weitere Technik, für die nun ein Gebrauchsmuster beim Patentamt gemeldet wurde, ist der Waldland-Fischcontainer. Der afrikanische Edelwels und später auch andere Fische sollen damit am Bauernhof gezüchtet werden können.

Waldland ist gerade dabei, zwei entsprechende Container für eine Gärtnerei in Wien fertigzustellen. Laut Geschäftsführer Gerhard Zinner gäbe es zehn sehr konkrete Anfragen und weitere Interessenten. Er ist stolz, dass die Ideen und Entwicklungen vor allem von Mitarbeitern des Waldlandhofes in Oberwaltenreith selbst kommen: „Forschung und Weiterentwicklung gab es schon immer am Waldlandhof. Von unseren 148 Mitarbeitern sind 28 Akademiker und Maturanten.“

Eine eigene Entwicklungsabteilung gibt es am Waldlandhof jedoch keine. „Es gibt bei uns keine dafür eigens eingesetzten Mitarbeiter. Das sind Menschen, die in ihrem Bereich und am Produkt arbeiten und dann sagen: Das brauchen wir, das wäre g’scheit, das wäre viel besser“, so Zinner. Viele Dinge seien über 15, 20 Jahre entwickelt und auch mit einer gewissen Beharrlichkeit weiterentwickelt worden. „Das ist sicher ein Teil des Erfolges, den wir jetzt einfahren können“, weiß er.