Erstellt am 11. November 2015, 05:42

von Brigitte Lassmann-Moser

Ort der Begegnung für alle. Martinsberg feierte Pfarrjubiläum sowie die Eröffnung des neuen Martinssaals und der im selben Haus untergebrachten Kinderbetreuung.

Ganz Martinsberg und viele Festgäste feierten am Sonntag die Eröffnung des neuen Martinssaales sowie das Pfarrjubiläum.  |  NOEN, Foto: Florian Rehberger
Nur wenige Tage vor dem Fest des Namenspatrons, am Sonntag, dem 8. November, wurde der neue Martinssaal feierlich eröffnet. Daneben gab es noch weitere Anlässe zum Feiern: 875 Jahre Pfarre, der Abschluss der Renovierung des Pfarrhofs sowie die Eröffnung der Kinderbetreuungseinrichtung.

Nach einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit Weihbischof Anton Leichtfried wurde der neue, professionell ausgestattete Kultursaal, der anstellte des ehemaligen Pfarrheims in 15-monatiger Bauzeit mit einem Kostenaufwand von 930.000 Euro errichtet wurde, mit dem Festakt „eingeweiht“ und gesegnet. Bürgermeister Friedrich Fürst, der dazu nicht nur viele Bürger, sondern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte, gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der neue Saal eine Begegnungsstätte für alle werde.

Nach einem Filmbeitrag von Josef Rehberger, in dem dieser die Bauarbeiten Revue passieren ließ, ging Pfarrmoderator Gerhard Gruber der Frage nach, warum man gerade mitten im Ort einen so großen Saal hinstellt, und er ging dabei weit in die Geschichte zurück. Er wünschte sich, dass das – zu Beginn gar nicht unumstrittene – Projekt ein Ort der Kultur, der Bildung, des Glaubens, der Geselligkeit und des geistigen Diskurses werde, „ein Ort, wo die Gemeinde als Gemeinschaft zusammenwachsen kann“.

Martinssaal „wahres Schmuckstück“

Nach Gratulationsworten von Maria Forstner, der Obfrau der Dorf- und Stadterneuerung, die den Martinssaal als „einen Leuchtturm der Dorfneuerung in Niederösterreich bezeichnete“, ging Diakon Karl Mayerhofer-Sebera auf die Entstehung des Projektes und die Zeit des „Abbruchs, Umbaus und Wiederaufbaus“ ein. Früher sei der Pfarrhof der Wohnort des Pfarrers gewesen, heute sei der Ort das „neue Wohnzimmer der Pfarre, ein Begegnungsort für alle“.

Die Eröffnung nahm der zweite Landtagspräsident, Gerhard Karner, vor. Er bezeichnete den neuen Martinssaal als „wahres Schmuckstück“ und führte als Gründe für das Gelingen ein solchen Projektes den „unglaublichen Zusammenhalt in der Gemeinde“, die Partnerschaft in der gesamten Region, die Achse zwischen Land und Gemeinden sowie den Mut der Entscheidungsträger an. Das mache die Lebendigkeit einer Gemeinde, einer ganzen Region aus. „Es ist ein tolles Projekt geworden, ein Projekt für alle“, so Karner.

Nach der Segnung des neuen Gebäudes durch Weihbischof, Pfarrmoderator und Diakon verteilte die Gemeinde Geschenke an jene, die sich bei der Realisierung dieses Projektes besonders verdient gemacht haben.
Anschließend präsentierte der Kabarettist Wolf Gruber, der auch als Moderator durch den Festakt führte, der von der Trachtenmusikkapelle Martinsberg musikalisch umrahmt wurde, Teile seines Programms.