Erstellt am 28. April 2016, 04:44

Kletter-Training auf der Staumauer. Greenpeace-Aktivisten üben beim EVN-Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein.

Unter den Augen von EVN- Werksleiter Erich Binder trainierten junge Greenpeace-Aktivisten das Kletter auf der 69 Meter hohen Staumauer des EVN- Kraftwerkes Ottenstein.  |  NOEN, Foto: EVN / Gabriele Moser
Damit im Ernstfall die Handgriffe sitzen, üben junge Greenpeace-Aktivisten das Klettern in luftigen Höhen. Dafür ist die 69 Meter hohe Staumauer des EVN-Wasserkraftwerkes Ottenstein bestens geeignet.

An diesem internationalen Kletter-Training nahmen auch Aktivisten aus Deutschland und Kroatien teil. „Wir trainieren hier eine spezielle Industrie-Kletter-Technik – vom Abseilen bis zum Transparente hängen“, erzählt die Wiener Greenpeace-Aktivistin und Übungsleiterin Jutta Matysek.

Immer wieder wird die Staumauer von Einsatzorganisationen wie Bundesheer, Polizei oder der Freiwilligen Feuerwehr für Kletteraktionen genutzt. „Wir stellen unsere Staumauer gerne für Trainingszwecke zur Verfügung. Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle – egal ob es um die Versorgungssicherheit, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter oder um die Sicherheit Dritter geht“, so EVN-Sprecher Stefan Zach.

Strom für 20.000 NÖ Haushalte

Das Kraftwerk Ottenstein liegt am Fuß der 69 Meter hohen Gewölbesperre Ottenstein. Die vier im Krafthaus installierten Francisturbinen erbringen eine Leistung von je 12 Megawatt und erzeugen somit Strom für etwa 20.000 niederösterreichische Haushalte. Der Stausee Ottenstein weist einen maximalen Inhalt von 50 Millionen Kubikmeter auf.

Die EVN betreibt fünf Speicherkraftwerke. Drei davon befinden sich am Kamp, nämlich Ottenstein, Dobra-Krumau und Thurnberg-Wegscheid. Die Kraftwerke an der Kampkette wurde in den Jahren 1949 bis 1957 erbaut und erzeugen derzeit insgesamt elektrische Energie für rund 30.000 Haushalte.
Die Kampkraftwerke dienen nicht nur zur Energieerzeugung, sondern können auch die Hochwassergefahren vermindern.