Erstellt am 04. Mai 2016, 04:24

von Franz Pfeffer

Polytechnische Schule feierte Geburtstag. Von der Baracke im Jahr 1966 bis zur heutigen, modernst ausgestatteten Schule.

 |  NOEN, Franz Pfeffer
Das Team der Polytechnischen Schule Zwettl lud am 28. April anlässlich des 50-jährigen Bestehens in die Aula der Schule ein.

Die vielen Ehrengäste und Besucher wurden von Direktorin Eva Maria Rester und Religionslehrer Fritz Haslinger begrüßt, die auch durch das interessante Programm führten. Der Bogen spannte sich dabei von 1966 bis in das Jahr 2016. 1962 wurde aufgrund einer Schulnovelle die allgemeine Schulplicht von acht auf neun Jahre verlängert, es wurde ein Polytechnischer Lehrgang eingeführt. In Zwettl wurde dafür die alte Direktionsbaracke des ehemaligen Gymnasiums als Unterkunft adaptiert. Die räumliche Situation machte den Schulbetrieb nicht einfach, es mussten im Jahr 1966 126 Schüler untergebracht werden. Im Jänner 1982 fand die Übersiedelung in das neue Schulgebäude im Erdgeschoß der jetzigen Sporthauptschule statt.

Entscheidende Aufwertung

Genau 25 Jahre nach Einführung des Poly kam es zu einer entscheidenden Aufwertung der Schule durch den Schulversuch PL 2000. Es folgte die Einteilung in Fachgruppen (Kauf, Metall, Elektro, Bau und Holz), wöchentlich wurden sechs Stunden Praxis angeboten, um eine gezielte Berufsvorbereitung in Verbindung mit zwei Schnupperwochen zu erlangen. 1997 wurde der Polytechnische Lehrgang auf Polytechnische Schule umbenannt.

Durch intensives Bemühen der Schulgemeinde mit dem langjährigem Obmann Franz Schaden und der Stadtgemeinde Zwettl wurde das ehemalige Bischöfliche Seminar angekauft und das jetzige Schulgebäude errichtet. Bestens ausgestattete Werkstätten, zwei EDV-Räume, vier Klassen und ausreichende Seminarräume ermöglichten ab 2003 einen zeitgemäßen Unterricht. Durch die praxisnahen Projekte bekommen die Fachbereichsschüler – ab dem nächsten Schuljahr soll um den Fachbereich für Mechatronik erweitert werden – einen guten Einblick in das Berufsleben. Derzeit werden fünf Klassen mit 110 Schülern geführt. soll.

Polytechnische Schule hilft bei Berufswahl

Landesschulratspräsident Johann Heuras lobte, dass die Kinder hier für das Berufsleben gut vorbereitet werden. „Jeder junge Mensch stellt sich zwei wichtige Fragen: Die der Partnerwahl und die der richtigen Berufswahl. Bei der richtigen Berufswahl kann sicherlich die Polytechnische Schule sehr hilfreich sein“, so Heuras. An Direktorin Eva Maria Rester, die die Schule seit 2010 leitet, überreichte Präsident Heuras für die großartige und umsichtige Leitung eine Dank- und Anerkennungsurkunde des Landesschulrates.

Landtagsabgeordneter Franz Mold, der selbst diese Schule absolvierte, gratulierte zu den Erfolgen und wünschte für die nächsten 50 Jahre alles Gute. Eine PowerPoint-Präsentation und Statements ehemaliger Schüler und Lehrer rundeten das Programm ab und dokumentierten den Werdegang der erfolgreichen Schule.