Erstellt am 10. Dezember 2015, 03:28

von NÖN Redaktion

Schon über 1.000 Arbeitslose. Saisonarbeitslosigkeit schlägt sich heuer bereits im November deutlich nieder.

AMS-Leiter Kurt Steinbauer  |  NOEN, René Denk
Die Saisonarbeitslosigkeit setzt bereits ein: Ende November waren beim Arbeitsmarktservice Zwettl 1.010 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 136 Betroffene (oder plus 15,6 %) mehr als im Vormonat und um 112 (oder plus 12,4 %) mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Zahl der Schulungsteilnehmer ist gesunken

„Im November wurden bereits die ersten Arbeitskräfte saisonbedingt freigestellt. Generell liegen die Werte im Bezirk Zwettl deutlich über dem Vorjahresniveau und deshalb wurde die ,Tausendergrenze‘ erstmals schon im November überschritten. Bei schlechter Witterung könnte sich die Arbeitslosigkeit durch die saisonale Komponente bis zum Jahresende sogar verdoppeln“, skizziert Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer die Entwicklung.

Die Arbeitslosigkeit hat sich sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres erhöht. 444 Frauen bedeuten ein leichtes Plus von 51 (oder 13 %), 566 Männer ein Plus von 61 (oder 12,1 %) Vorgemerkten.

Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Personen, die sich derzeit in AMS-Schulungen weiterbilden, ist hingegen rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Schulungsteilnehmer um 68 (minus 25 %) auf 204 gesunken. Von den insgesamt 1.010 gemeldeten Jobsuchenden haben 206 (das sind 20,4 %) wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate.

Der höhere Arbeitslosenbestand ergibt sich laut AMS zum einen deshalb, weil es länger dauert als in den vergangenen Jahren bis Arbeitslose wieder eine Anstellung bekommen, zum anderen lässt er sich mit dem Rückgang von in Schulung befindlichen Personen erklären.

Rund um die Uhr Kommunikation mit dem AMS

Im vergangenen Monat haben sich beim AMS Zwettl 311 Jobsuchende arbeitslos gemeldet, um 36 oder 10,4 % weniger als im November des Vorjahres. In 213 Fällen (minus 12 oder 5,3%) wurde die Vormerkung wiederum beendet. Davon konnten 88 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 43 sind in eine Schulung eingetreten und 82 sind aus anderen Gründen aus dem AMS-Register ausgeschieden.

Das AMS stellt allen Personen, die unabhängig von Zeit und Ort direkt die Dienstleistungs- und Online-Serviceangebote nutzen möchten, ein eAMS-Konto zur Verfügung. Damit können sie die Arbeitslosmeldung und die Antragstellung auf Arbeitslosengeld bequem von daheim aus erledigen, ihre persönlichen AMS-Daten einsehen und ändern und rund um die Uhr mit dem AMS kommunizieren.

„Saisonarbeitslose mit fixer Einstellzusage ersparen sich damit überhaupt eine persönliche Vorsprache und unter Umständen auch längere Wartezeiten“, betont Steinbauer.

Um das eAMS-Konto verwenden zu können, benötigt man einen Computer mit Internetanschluss. Die Zugangsdaten holt man sich beim AMS. Wer bereits FinanzOnline nutzt, kann sich auch über diesen Zugang für ein eAMS-Konto registrieren.

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