Erstellt am 16. April 2016, 04:14

von René Denk

Schwarzenau: Einzigartig in ganz Österreich. Schloss und Gemeinde verbindet viel. Petra Zlabinger weiß Interessantes und Kurioses.

Petra Zlabinger (linkes Bild) steht im annähernd selben Blickwinkel zu einem ihrer Lieblingsbilder (in der Hand) vor der heute schön sanierten Hinterseite des Schlosses Schwarzenau. Im rechten Bild sieht man die stark sanierungsbedürftige Rückseite aus den 60er-/70er-Jahren.  |  NOEN, René Denk, Archiv
Erst seit 2011 ist es durch die Erlaubnis von Schlossherr Jürgen Hesz wieder möglich, das Schloss für Veranstaltungen und Führungen zu nutzen.

Die geschichtsinteressierte Petra Zlabinger führte schon vor 25 Jahren durch das Schloss. „1966 sollte die Schlosskapelle restauriert und zur John F. Kennedy-Gedenkkapelle geweiht werden. Die finanziellen Mittel reichten nicht“, erzählt Zlabinger. Viele alte Fotografien hat sie seither vom Schloss und von Schwarzenau gesammelt.

Vieles verbindet die Gemeinde mit dem Schloss. Das markanteste Merkmal: Nach weit über 400 Jahren im Besitz des Schlosses starb das Adelsgeschlecht „Streun“ aus. Das Familienwappen der Dynastie ist seither das Wappen der Markgemeinde Schwarzenau.

Führungen durch einzigartige Räumlichkeiten

Für Zlabinger ist das Schloss aus mehreren Gründen ein besonderes Juwel: Die einzigartige Häufung prachtvoller Stuckdecken in vielen Räumen, die in Österreich einzigartig ist, die Schlosskapelle mit den zwölf Aposteln in Lebensgröße und dem unter Silvio Unterguggenberger gebauten Atomschutzbunker.

Hannes Smejkal arbeitete von 1985 bis 1993 im Schloss als „Mädchen für alles“ und bei vielen Sanierungsarbeiten dabei. So war er beispielsweise bei der Neuinstallierung der Stromleitungen und der Schlossbeleuchtung miteingebunden. Der ehemalige Gemeindearbeiter Josef Bichl erinnert sich: „Bis 1983, 1984 waren Gemeinde-Traktor und -Unimog im Schloss untergestellt.“


Im Schloss findet am 21. Juni das Benefizfest der Waldviertler Weinweiber statt.

Führungen sind noch am 24.4., 15.5., 19.5., 29.5., 2.6., 19.6. und 2.7. jeweils um 15 Uhr gegen Voranmeldung im Gasthaus Kaminstube Hedwig Hahnl, Tel. 02849/ 2271, möglich.
Preis: 10 Euro.

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