Erstellt am 27. April 2016, 05:34

von Brigitte Lassmann-Moser

Tolles Echo für Aktion. 206 Menschen ließen sich in Zwettl in die Datei aufnehmen, um vielleicht einmal zum Lebensretter zu werden.

Rainer Strondl, der die Aktion nach Zwettl holte, sein Kollege Walter Haslinger, Bürgermeister Herbert Prinz, Dir. Hubert Dikovits (Raika), der ärztliche Klinikleiter Manfred Weissinger, Agathe Rosenmayr von der Medizinuniversität Wien, Primar Michael Hirschl, Bettina Fürst, die sich von Moritz Muckenhuber Blut abnehmen ließ, sowie Manfred Füxl (Sparkasse) freuen sich über das rege Echo, das die Stammzell-Registrierung in Zwettl gefunden hat.  |  NOEN, Foto: Brigitte Lassmann-Moser

Erstmals fand am Samstag, 23. April, am Landesklinikum Zwettl eine Stammzell-Registrierung statt – mit tollem Erfolg: 206 Menschen ließen sich Blut ab- und in die Datei der Medizinischen Universität Wien aufnehmen, um gegebenenfalls als Spender zur Verfügung zu stehen und ein Leben zu retten.

Rainer Strondl, Anästhesie-Pfleger im Krankenhaus Zwettl, hat die Aktion in die Braustadt geholt. Anlass dafür war die Tatsache, dass einer seiner Kollegen im Herbst durch eine Stammzellspende das Leben eines Leukämiepatienten gerettet hatte.

Unterstützt wurde die Aktion – neben dem Verein „Leben Spenden KMT“ – vom ärztlichen Leiter des Landesklinikums Zwettl, Primar Manfred Weissinger, der nicht nur die Ambulanz-Räumlichkeiten und Helfer vor Ort zur Verfügung stellte, sondern die Aktion auch persönlich unterstützte. Weissinger lobte die gute, unkomplizierte Zusammenarbeit mit Agathe Rosenmayr von der Meduni Wien.

„Je mehr Spender wir haben, desto mehr
Leben können wir retten!“
Agathe Rosenmayr, Meduni Wien

Diese wiederum zeigte sich sehr erfreut über das große Echo, das die Aktion fand. „Einige der Spender sind von weit her gekommen und viele Kilometer gefahren, um sich registrieren zu lassen“, so Rosenmayr. Auch viele Mitarbeiter des Klinikums Zwettl waren unter den Teilnehmern, was besonders Primar Weissinger freute, da es für ihn „ein Zeichen ist, dass sie sich damit identifizieren“.

In Niederösterreich ließen sich bisher 442 Menschen als mögliche Spender für die kleine Dominika registrieren. „Hoffentlich findet sich bald ein passender Spender für sie“, hofft Agathe Rosenmayr. Wer Dominika nicht helfen kann, kann vielleicht später einmal zum Lebensretter werden, da seine Gewebedaten weltweit registriert sind. „Je mehr Spender wir haben, desto mehr Leben können wir retten“, so Rosenmayr.

„Wenn so viele Leute in die Datei aufgenommen werden, kostet das auch Geld, und deshalb sind wir auf Sponsoren angewiesen“, betonte Primar Weissinger und der Raiffeisenbank, der Sparkasse, der Firma Sonnentor, der Gesunden Gemeinde Zwettl, der Brauerei Zwettl, dem Lagerhaus Zwettl und der Berndorf AG seinen Dank dafür aussprach.