Allentsteig , Pölla

Update am 19. Juni 2017, 15:01

von René Denk

Polizei stoppt Rave-Party auf militärischem Sperrgebiet. Zwischen 600 und 700 Technobegeisterte feierten im Steinbruch Klein Motten. Beamte lösten die Veranstaltung auf. Den Partywütigen drohen jetzt gleich mehrere Anzeigen.

Party auf militärischem Sperrgebiet  |  NÖN Archiv

Eine illegale Rave-Party wurde von zahlreichen Einsatzkräften der Polizei am 17. Juni bereits auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Allentsteig aufgelöst.

Der „Rave“ dürfte zirka um 3 Uhr früh im Steinbruch Klein Motten, rund 150, 200 Meter von der außerhalb des Sperrgebietes vorbeiführenden Straße gestartet haben. Nach sieben Uhr morgens wurde die Lärm-Erregung durch die laute Techno-Musik angezeigt. Zwischen 600 und 700 Besucher dürften an der Party teilgenommen haben.

Gegen 9.20 Uhr ordnete die Bezirkshauptmannschaft an, die illegale Veranstaltung aufzulösen. 13 Streifen mit 27 Exekutivbeamten aus den Bezirken Zwettl, Horn, Waidhofen, Gmünd und der Diensthundeinspektionen Echsenbach und Guntersdorf konnten bis 15.30 Uhr die „Rave“-Party friedlich und ohne Widerstand auflösen. Beim Eintreffen der Polizisten waren noch zirka 200 Fahrzeuge und 300 Personen anwesend.

Gäste der illegalen Party werden angezeigt

Die „Partygäste“ werden wegen Übertretung des Sperrgebietes angezeigt. Weiters wird es einige Anzeigen wegen Übertretung des Suchtmittelgesetzes geben. Die Polizei nimmt nun weitere Ermittlungen auf.

„Ob ein Zusammenhang mit mit den Rave-Partys im Weinsberger Wald bei Bärnkopf im März und September des Vorjahres besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Es sieht momentan aber nicht danach aus“, meint Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Wolfgang Gottsbachner im NÖN-Gespräch.

Im März wurde auch ein Aufgebot an Rettungskräften benötigt, der Notarzthubschrauber flog damals einen 29-jährigen Gmundner in das Landesklinikum Amstetten fliegen.
Auf Facebook wurden keine Veranstaltungen oder dergleichen öffentlich beworben. Die Koordination hätte nur so erfolgen können, dass sich hier eine große Gruppe gebildet hat.