Erstellt am 17. Juni 2016, 04:40

von René Denk

Vater und Sohn schlachten noch selbst. / Meister Karl Anderl ist stolz, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt. Bei ihnen ist nun auch die NÖN erhältlich.

Neben Fleisch- und Wurstspezialitäten bietet das Traditionsunternehmen Anderl in Göpfritz jetzt auch die NÖN an. Im Bild: Fleischermeister Karl Anderl, Mutter Hilda Anderl, Sohn Thomas Anderl und Kundin Karin Maier. Foto: René Denk  |  NOEN, René Denk

Bei der Fleischerei Anderl sind ab sofort die NÖN-Ausgaben des Bezirkes Zwettl und Waidhofen erhältlich. Der traditionelle Familienbetrieb übernimmt die Aufgabe, nachdem der letzte Nahversorger des Ortes zusperrte.

„Wir arbeiten energieautark“

Der traditionelle Familienbetrieb in dritter Generation machte in jüngster Vergangenheit schon mehrfach auf sich aufmerksam, beispielsweise indem er von der NÖ Photovoltaikliga zum Innovationsmeister 2015 gekürt, da er in den letzten Jahren extrem auf erneuerbare Energien gesetzt und ausgebaut hat

„Wir arbeiten Energieautark“, freut sich Fleischermeister Karl Anderl und erzählt, was er alles in den letzten Jahren investiert hat: Nach einer Solaranlage für die Warmwassergenerierung errichtete Karl Anderl auch drei Photovoltaikanlagen mit insgesamt über 34 kwpeak. „Wir produzieren durchschnittlich 38.000 kwh Strom und verbrauchen rund 30.000 kwh“, ist Anderl stolz. Weiters löste im Betrieb vor zwei Monaten ein neues Elektroauto das alte E-Fahrzeug ab.

Kurze Transportwege, gute Qualität

Neben der großen Anstrengungen im Energiesektor ist Karl Anderl aber auch darauf stolz, dass er als Fleischer noch selbst schlachtet. „Wir beziehen unser Fleisch von Bauern aus nächster Nähe“, erklärt er.

Diese kurzen Transportwege und der dadurch weniger aufkommende Stress bei den Tieren wirke sich sehr positiv auf die Fleischqualität aus. Als Paradeprodukte zählt er sein Geselchtes, das in mehreren verschiedenen Sorten angeboten wird. „Auch unsere Käsewurst und unsere Braunschweiger sind überaus beliebt“, meint Anderl.

Besonders freut sich Anderl, im Familienbetrieb mit seinem Sohn Thomas zu arbeiten. Thomas Anderl hat in Anfang Juni die drei fachlichen Module der Meisterprüfung positiv absolviert. Für eine selbstständige Unternehmensführung fehlen ihm jetzt noch die Unternehmermodule. „Ich möchte unseren Betrieb auf jeden Fall weiterführen“, ist sich der 20-Jährige sicher.

„Ich bin damals mit meinem Vater auf die Idee gekommen, Anderl Meisterfleischerei auf unser Geschäft draufzuschreiben. Jetzt stimmts wieder“, lacht der 51-jährige Fleischermeister. Neben den zwei Fleischern hilft noch die eifrige Mutter Hilda mit 81 Jahren mit, weiters beschäftigt Anderl zwei Verkäuferinnen.