Zwettl

Erstellt am 19. August 2016, 05:43

von Brigitte Lassmann-Moser

Rotes Kreuz Zwettl ehrte scheidenden Kurat. Ernennung zum Ehrenkurat, Goldene Dunant-Büste und Goldenes Verdienstzeichen für Pfarrer Franz Kaiser.

Rot-Kreuz-Bezirksstellengeschäftsführer Manfred Ehrgott, Vizebürgermeister Johannes Prinz, Bezirksstellenleiterin Andrea Wiesmüller und ihr Vorgänger, Bezirkshauptmann Michael Widermann (v. l.) verabschiedeten und ehrten Rot-Kreuz-Kurat Pfarrer Franz Kaiser (M.).  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser

Der Reigen der Verabschiedungen von Stadtpfarrer Franz Kaiser, der im Herbst nach 38 Jahren Zwettl verlässt, um sich in den Ruhestand zurückzuziehen, ist eröffnet: Das Rote Kreuz ehrte und verabschiedete in der Vorwoche im Rahmen einer sehr familiären, herzlichen Feier auf der Schwarz Alm seinen Kuraten.

Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiterin Andrea Wiesmüller dankte Pfarrer Kaiser dafür, dass er immer Zeit für das Rote Kreuz gehabt hat. „Du hast uns so viele Jahre die Treue gehalten und uns Wertschätzung und Achtung entgegengebracht“, so Wiesmüller. „Ganz verlieren wollen wir Dich jedoch nicht, deshalb machen wir Dich zum Ehrenkurat. Damit ist ein bisschen auch die Verpflichtung verbunden, ab und zu zum Roten Kreuz nach Zwettl zu kommen“, meinte die Bezirksstellenleiterin. Diese Ernennung könne die Zeit und das Herzblut, die Kaiser in das Rote Kreuz investiert habe, aber gar nicht aufwiegen.

"Große Fußstapfen hinterlassen"

Auch Wiesmüllers Vorgänger als Bezirksstellenleiter, Bezirkshauptmann Michael Widermann, dankte Pfarrer Franz Kaiser für dessen Einsatz für das Rote Kreuz: „Unser Ruf, wenn wir Dich gebraucht haben, ist nie ungehört bei Dir verhallt!“

„Danke für Deine Gunst und Dein Wollwollen“, meinte Rot-Kreuz-Bezirksstellengeschäftsführer Manfred Ehrgott, der betonte, dass Kaiser ihm eines seiner schönsten Rot-Kreuz-Erlebnisse beschert habe. Vor allem 2009, nach einem tragischen Unfall eines Einsatzfahrzeuges, habe das Rote Kreuz eine sehr schwere Zeit erlebt. Kaiser habe auch in dieser wie immer die richtigen Worte gefunden.

„Er hat relativ große Fußstapfen hinterlassen, in die erst jemand hineinstapfen muss!“ Ehrgott überreichte Kaiser die Goldene Henri Dunant-Büste als Dankeschön für 35 Jahre Dienst als Kurat. Außerdem gab es für besondere und langjährige Verdienste die Goldene Verdienstmedaille des Österreichischen Roten Kreuzes für den scheidenden Kurat.

"Wurde so angenommen, wie ich bin"

Auch Vizebürgermeister Johannes Prinz sagte Dank im Namen der Gemeinde, und hob nicht nur Kaisers seelsorgerische Tätigkeit, sondern auch seine gesellschaftspolitische Aufgabe, die er immer bestens erfüllt habe, hervor.

Pfarrer Kaiser zeigte sich ob des Lobes – bescheiden wie immer – etwas beschämt und meinte: „Schön war es immer, weil Ihr mich so angenommen habt, wie ich bin!“