Erstellt am 15. Juni 2016, 06:35

von René Denk

Waldland entwickelt neuen Container zur Bio-Fischzucht. Landwirte sollen in Zukunft die Möglichkeit haben, Fische am Bauernhof züchten zu können. Oberwaltenreither Firma stellte den ersten Container am Bauernhof bereits auf.

Fotodesign Schewig/Waldland  |  NOEN, Schewig/Waldland
„Die Fischzucht soll in bäuerlichen Händen bleiben. Wir wollen eine großindustrielle Fischproduktion nicht. Die Landwirte sollen das übernehmen“, erklärt Hannelore Zinner von Waldland.

20.000 Kilogramm Fisch pro Jahr

Dafür hat die Firma einen Container entwickelt, damit man auf einem Bauernhof relativ unkompliziert und mit geringem Aufwand Bio-Fischzucht betreiben kann. Der erste Container wurde vor Kurzem in Nöhagen im Bezirk Krems-Land bei einem Landwirt aufgestellt.

Am Waldlandhof wird mit dem afrikanischen Wels schon seit 2011, 2012 geforscht und seither auch eine Bio-Edelwels-Fischzucht betrieben. 20.000 Kilogramm Fisch werden dort pro Jahr gezüchtet. Die Nachfrage am Waldland Edelwels ist groß, da Waldland schon einige Blindverkostungen mit deutlichem Abstand gewonnen hat, zählt die Firma auch zu den Lieferanten der Nordsee-Kette.

„Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich unser Waldviertler Wasser hervorragend für die Fischzucht eignet“, freut sich Zinner über den großen Erfolg mit dem Edelwels. Somit könne man auch die Wertschöpfung in der Region erhöhen.

„Container nach Plug&Play-Prinzip konzipiert“

Mit dem Container will man nun die Fischproduktion mit dem Edelwels weiter erhöhen. Waldland Tierhaltungs-Abteilungsleiter Gottfried Pichler erklärt die Konzeption des Fischzucht-Containers, der in ursprünglicher Form für Transporte auf hoher See eingesetzt und am Waldlandhof umgerüstet wird: „Der Container ist nach dem Plug&Play-Prinzip konzipiert, man muss ihn nur aufstellen und anschließen. Dazu braucht man einen Kalt- und Warmwasseranschluss, einen Anschluss für die Heizung (Wasser) sowie einen Stromanschluss für Licht und Wasserpumpe.“

Der Vorteil beim Bauern sei der, dass die Tiere persönlich betreut werden: „So, wie wenn man in den Stall geht, so geht man dann zum Container zur Kreislaufanlage“, erörtert Pichler. Der Abteilungsleiter betont aber auch, dass man nur langsam und kontinuierlich die Produktion erweitern möchte.

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