Erstellt am 26. November 2015, 05:48

von René Denk

Der Knödel ist am Kochen. Kleinregion ASTEG will das Thema „Knödel“ mit einem gemeinsamen Marketingkonzept als touristisches Markenzeichen etablieren.

Stehen hinter der neuen Waldviertler Knödelregion: ASTEG-Obmann Karl Elsigan und Projektleiter Reinhard Waldhör.  |  NOEN, Foto: René Denk
Nach der erfolgreichen Generalprobe der „Waldviertler Knödelregion“ beim Volksmusikfestival „aufhOHRrchen“ im Sommer will die Kleinregion ASTEG ihre neues touristisches Markenzeichen etablieren.

„Wir wollen die Bekanntheit der Region steigern und dadurch Wertschöpfung in den Betrieben erzielen“, beschreibt Schwarzenaus Bürgermeister und Kleinregionsobmann Karl Elsigan das Ziel. Dazu werden die Gastronomiebetriebe der Kleinregionsgemeinden Allentsteig, Schwarzenau, Echsenbach und Göpfritz an der Wild zur Mitarbeit eingeladen. Eine Sitzung fand in der Vorwoche statt, zehn Wirte der Kleinregion nahmen daran teil.

Als Projektleiter fungiert Allentsteigs Stadtrat Reinhard Waldhör. „Wenn man hohe Türme bauen möchte, muss man in das Fundament investieren. Deshalb unterstützen wir die Wirte bei der Ausarbeitung eines touristischen und kulinarischen Angebotes rund um das Thema Knödel“, so der Projektleiter. Dazu gehöre ein Maßnahmenplan ebenso wie eine professionelle Marketinglinie, betont Waldhör.

Betriebe für das Thema begeistern

Wie berichtet, wird für die touristische Nutzung der Waldviertler Knödel in der Region auch mit einem Leitbetrieb der Region verbunden. Die Knödelmanufaktur Rainer und Ingeborg Klang in Allentsteig produziert zu Spitzenzeiten 18.000 Knödel pro Woche. Die Erdäpfel werden dafür händisch geschält und der Teig in Form gedreht.

Für dieses „Fundament“, wie Waldhör betont, investiert die Kleinregion auch Geld. Neben hoher Förderungen wird sie sich das gemeinsame professionelle Marketingkonzept voraussichtlich rund 10.000 Euro kosten lassen. Als professionellen Partner hat man mittels Ausschreibung das Regionalberatungsbüro Wallenberger & Linhard gefunden, das bereits die Arbeit aufgenommen hat.

„Nun wird es daran liegen, ob es gelingt die Betriebe für das Thema zu begeistern. Wir sind zuversichtlich, dass mit dem Thema Knödel ein starkes Produkt vorhanden ist. Das Thema Knödel passt gut in unsere Region im Zentrum des Waldviertels. Wir haben zudem eine Vielzahl engagierter Wirte und Produzenten in der Kleinregion, die bereits Interesse am Thema und an der Zusammenarbeit gezeigt haben“, sind sich Karl Elsigan und Reinhard Waldhör einig.

Nach gemeinsamen Workshops und Einzelgesprächen, bei denen auch die Vorstellungen der Wirte stark einfließen sollen, werden Ende Jänner erste Ergebnisse präsentiert. Die Erstgespräche mit den einzelnen Betrieben starten bereits diese Woche.