Erstellt am 12. Februar 2017, 05:00

von NÖN Redaktion

Ist der Stollen dicht?. Tunnel zwischen Stausee Thurnberg und dem EVN-Kraftwerk wurde Meter für Meter überprüft.

Werksleiter Erich Binder bei der Inspektion des Stollens.  |  EVN/Gabriele Moser

Alle drei Jahre wird der 750 Meter lange Stollen, der unterirdisch vom Stausee Thurnberg bis zum EVN- Kraftwerk Wegscheid verläuft, sicherheitstechnisch begutachtet.

Bei dieser Kontrolle wird der Stollen Meter für Meter von EVN-Experten überprüft und mögliche Schäden können behoben werden. „Hauptsächlich geht es dabei um die Überprüfung der Dichtheit und des Korrosionsschutzes“, erklärt Ottenstein-Werksleiter Erich Binder.

Der Stausee Thurnberg ist der Ausgleichsspeicher der Kraftwerke Ottenstein und Dobra-Krumau, das heißt, er gleicht die ungleichmäßige Wasserabgabe dieser Kraftwerke aus. Vom Gesamtinhalt des Beckens lassen sich etwa eine Million Kubikmeter energiewirtschaftlich nutzen. Die beiden Kaplanturbinen arbeiten mit einer maximalen Leistung von je 1.350 Kilowatt.

Die EVN betreibt fünf Speicherkraftwerke. Drei davon befinden sich am Kamp, nämlich Ottenstein, Dobra-Krumau und Thurnberg-Wegscheid. Die Kraftwerke an der Kampkette wurde in den Jahren 1949 bis 1957 erbaut und erzeugen derzeit insgesamt elektrische Energie für rund 30.000 Haushalte.