Erstellt am 02. März 2016, 05:19

von Brigitte Lassmann-Moser

Wirtschaftsempfang: Ein ZZ statt eines EKZ. Kammerobmann prescht vor und spricht sich für innovatives Zukunftszentrum auf dem für das Einkaufszentrum reservierten Areal in der Gartenstraße aus.

Der Bezirksstellenausschuss der Wirtschaftskammer Zwettl - Herbert Kraus, Anne Blauensteiner, Christian Pichelbauer, Engelbert Lehenbauer, Bezirksstellenobmann Dieter Holzer und Christof Kastner (v. l.) mit Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl (4. v. l.) und Nationalratsabgeordnetem Werner Groiß (2. v. r.) beim Wirtschaftsempfang.  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser

Ein volles Haus mit vielen Ehrengästen gab es am Donnerstag, 25. Februar, beim Wirtschaftsempfang in Zwettl mit Kammerpräsidentin Sonja Zwazl.

Bezirksstellenobmann Dieter Holzer hob die „intensive und erfolgreiche Arbeit“, die das Team der Wirtschaftskammer Zwettl für die Unternehmer im Bezirk leistet, hervor und betonte, dass es neben der „täglichen Arbeit“ in der Bezirksstelle auch viele andere Aktivitäten gäbe, von Themenabenden und Workshops bis zu Exkursionen, Schirennen und der „Langen Nacht der Wirtschaft“. „Wir tun wirklich sehr, sehr viel!“, so Holzer.

Jetzt müssen Netze ausgeworfen werden

Holzer ging auch auf aktuelle Themen in Zwettl ein. So meinte er, dass Zwettl durch die Umfahrung „ins Zentrum von Niederösterreich“ rücke. „ZZ statt EKZ lautet das Schlagwort“, so Holzer. „Machen wir doch aus dem geplanten Einkaufszentrum ein Zukunftszentrum“, forderte der Kammerobmann. Das Thema EKZ spalte die Bevölkerung, und es könne nicht sein, dass auf dem Grundstück nichts passiere.

Ihm schwebe ein Zentrum vor, von dem innovative Impulse ausgehen, ein Zentrum zum Einkaufen, mit Räumlichkeiten für Jungunternehmer, wo ihnen ein Start-up ermöglicht wird, wo es Wohnen der Generationen gäbe, wo Freitzeit stattfindet und Unternehmertum. Und das alles in „Rufweite“ der Wirtschaftskammer. Das wäre „ein guter Ansatz“, findet auch Nationalratsabgeordneter Werner Groiß. „Hier könnte man das ganze Know-how Zwettls bündeln!“

Wirtschaftliche Aufholjagd im Waldviertel

Die Stimmung in der Wirtschaft sei derzeit „nicht so toll“, meinte Groiß. Zwei Themen würden momentan besonders bewegen und hätten viel Positives überdeckt: die Flüchtlingsproblematik und die Registrierkassenpflicht. „Es wird nicht leicht, das Jahr, aber wir haben in den letzten den einen oder anderen Pflock eingeschlagen. Jetzt sollten wir das eine oder andere Netz auswerfen, um für das Waldviertel etwas zu erreichen“, so Groiß abschließend.

Kammerpräsidentin Sonja Zwazl, die in ihrer Festrede auf die Registrierkassenpflicht ebenso einging wie auf den von ihr immer wieder geforderten Bürokratie-Abbau, lobte die „großartige Arbeit“ der Wirtschaftskammer Zwettl. „Ihr seid ein tolles Team!“ Sie sei stolz auf die Leistungen und die Wirtschaftskraft im Waldviertel. „Die Zeichen für eine wirtschaftliche Aufholjagd im Waldviertel stehen gut!“

Nach dem offiziellen Teil des Empfangs, den die Gruppe „Terzschrittmacher“ musikalisch umrahmte, hatten die zahlreichen Unternehmer beim zwanglosen Ausklang bei einem Waldland-Buffet noch Zeit zum ausgiebigen Netzwerken.