Erstellt am 09. Oktober 2015, 05:37

von Brigitte Lassmann-Moser

Angebot erweitert. Im Rahmen des Oktoberfestes wurde auch die neue Tagesbetreuung für Senioren im St. Martin eröffnet.

Besichtigten das neue Tageszentrum des Seniorenzentrums St. Martin: Stadtrat Josef Zlabinger, Manfred Damberger (Siedlungsgenossenschaft Waldviertel), Gemeinderat Helmut Fuchs, Bürgerstiftungsobmann Stadtrat Manfred Weissinger, Bürgermeister Herbert Prinz, Heimleiter Dir. Franz Oels, Landtagsabgeordneter Franz Mold (stehend, v. l.) sowie Renate Weissinger, Martha Prinz, Susanne Fuchs und Maria Zlabinger.  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser

Im Mittelpunkt des traditionellen Oktoberfestes im Seniorenzentrum St. Martin am vergangenen Sonntag, 4. Oktober, stand diesmal ein besonderer Anlass: die Eröffnung des neuen Tagespflegezentrums im „Betreuten Wohnen“.

Pfarrer Franz Kaiser feierte mit den Gläubigen im Festzelt eine hl. Messe und gab der neuen Einrichtung auch Gottes Segen. Anschließend begrüßte Heimleiter Dir. Franz Oels die zahlreichen Gäste und stellte das Projekt der Tagespflege vor: In einer Kleingruppe werden Senioren, die noch daheim leben, sich aber einsam fühlen oder denen es an sozialen Kontakten fehlt, tagsüber betreut und beschäftigt. „Es ist einerseits ein Vorsorgeprojekt, das einem vorschnellen Abbau, vor allem in geistiger Hinsicht, entgegenwirkt, es entlastet aber auch pflegende Angehörige“, so Oels. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass ältere Menschen aufblühen, wenn sie Gesellschaft, Kontakte, Beschäftigung haben.“

Es freue ihn, dass das „tolle Leistungsspektrum“ des Seniorenzentrums durch die neue Einrichtung erweitert werden kann, betonte Gesundheitsstadtrat Manfred Weissinger als Obmann der Bürgerstiftung. „Die Menschen werden immer älter, aber nicht unbedingt gesünder“, so Weissinger. „Deshalb ist die Gesellschaft immer mehr gefordert.“ Das neue Tageszentrum runde das Leistungsspektrum des Hauses ab.

Für das Tageszentrum wurden im benachbarten, betreuen Wohnhaus ein ehemaliger Gemeinschaftsraum und eine Wohnung adaptiert. Auf rund 80 m2 stehen den Betreuten nun ein Animations- und ein Ruheraum sowie eine Wohnküche und eine Terrasse zur Verfügung. „Die ideale Infrastruktur, damit die Senioren sich wohlfühlen können“, so Franz Oels. Betreut werden sie von zwei fachlich bestens ausgebildeten Mitarbeiterinnen, die von Jugendlichen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, unterstützt werden.
„Das Projekt ist von den Mietern im Haus sehr gut angenommen worden, sie stehen dahinter“, betonte Manfred Damberger, Direktor der Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“, die das Haus errichtete.