Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:53

von René Denk

„Zwettl bekennt sich zum Eislaufplatz“. Sportstadtrat Josef Zlabinger will noch 2016 die Kältetechnik des Eislaufplatzes erneuern: „Eislaufsaison soll garantiert werden.“

Rund 20.000 Besucher verzeichnet der Zwettler Eislaufplatz pro Saison, wie auch Birgitte und Christiane Grötzl und Sabine Wagner (vorne knieend von links) sowie Bernhard Eder, Michaela Grötzl, Lucas Laschober und Thomas Grötzl mit Sportstadtrat Josef Zlabinger im Bild (stehend).  |  NOEN, Foto: René Denk

„Zwettl bekennt sich zum Eislaufplatz und wird dadurch seine Rolle als die Sporthauptstadt des Waldviertels weiter stärken. Wir wollen die Kältetechnik noch 2016 erneuern. Ich hoffe, das geht sich aus“, kündigt Sportstadtrat Josef Zlabinger einen guten „Neujahrsvorsatz“ der Stadtgemeinde an.
1991 wurde die Kunsteisbahn geschaffen, nach fast 25 Jahren ist die Kältetechnik des Eislaufplatzes nun endgültig in die Jahre gekommen. Gleichzeitig wolle man eine effizientere und umweltschonendere Anlage finden.

Warum Zlabinger und der Stadtgemeinde der Eislaufplatz so wichtig ist? „Das Wichtigste ist, dass auch nächstes Jahr die Eislaufsaison garantiert werden kann und zeitgerecht im November wieder starten kann. Die Jugend soll die Möglichkeit haben, sich auch im Winter sportlich zu betätigen. Eislaufen ist nach dem Ausfall der Schipisten der einzige Wintersport, der regelmäßig betrieben werden kann“, erklärt der Stadtrat.

Rund 20.000 Eisläufer begrüße man pro Saison am Eislaufplatz. 60 Prozent davon seien Kinder- und Jugendliche. Im Jänner soll die beste Lösung ausgelotet werden, welche technische Variante die beste ist. Je nach Variante kostet die neue Technik ohne Förderung zwischen 100.000 und 300.000 Euro. Im Budget für 2016 hat die Stadtgemeinde bereits Kosten in Höhe von 110.000 Euro berücksichtigt.


„Die Jugend soll die Möglichkeit haben, sich auch im
Winter sportlich zu betätigen. Eislaufen ist nach dem
Ausfall der Schipisten der einzige Wintersport, der
regelmäßig betrieben werden kann“
Zwettls Sportstadtrat Josef Zlabinger

Die Stadt Zwettl wolle den Platz unbedingt in dieser Größe erhalten, denn: „Ich hoffe sehr, dass die Förderstellen die Einzigartigkeit unseres Eislaufplatzes berücksichtigen. Er ist der einzige Eislaufplatz, den es in dieser Größe noch im Waldviertel gibt - wir erfüllen damit auch eine überregionale Funktion für das gesamte Waldviertel“, betont Zlabinger.

Vor wenigen Jahren wurde erst die Waidhofner Kunsteisbahn ab- und bisher nicht mehr aufgebaut. Die Zeichen stehen auch schlecht dafür, dass dort der Eislaufplatz in damaliger Größe wieder aufgebaut werden wird.

Trotz der hohen Investitionen sei der Betrieb ohne den Eissportverein nicht möglich. „Die Stadtgemeinde stellt lediglich einen Eiswart zur Verfügung. Um den Rest kümmert sich der Verein. Er zahlt auch die hohen Stromkosten“, ist Zlabinger Obmann Josef Layer und seinem Team des Eissportvereins sehr dankbar.

Verzögerung wegen zu warmen Wetters

Übrigens: Heuer startete die Eislaufsaison um rund 14 Tage später als normal. Grund dafür waren die hohen Temperaturen - die Technik schaffte es nicht, eine Eisfläche zu erzeugen. Das Schwierige sei dabei immer die anfängliche Eisproduktion, habe man mal die Eisfläche geschaffen, könne man sie wesentlich leichter halten, so Zlabinger.