Zwettl

Erstellt am 11. August 2016, 05:13

von NÖN Redaktion

Braugerste: „Zarasa“-Ernte läuft. Regionale Braugerste von „Edelkorn“-Landwirten für Zwettler Bier garantiert die Authentizität.

Obmann Alfred Sturm von Edelkorn sowie Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl, bei der Braugersten-Ernte.  |  NOEN, Privatbrauerei Zwettl

Im Bierviertel Waldviertel ernten in diesen Tagen mehr als 100 Landwirte auf 550 Hektar Fläche jene zweizeilige Sommergerste der Sorte „Zarasa“, welche zum Brauen von edlen Bieren verwendet wird. Seit vielen Jahren kooperiert die Privatbrauerei Zwettl hier mit der heimischen Erzeugergemeinschaft „Edelkorn“, zu der sich 450 Landwirte der Region bekennen.

„Die entscheidenden Voraussetzungen für die Verarbeitung von guter Braugerste sind ein hoher Anteil an Stärke, wenig Eiweiß und eine gute Keimfähigkeit!“, erklärt Karl Schwarz, Geschäftsführer und Eigentümer der Zwettler Brauerei – und ergänzt: „Es ist ein ganz besonderes Gefühl für den Brauer, den Grund, den Boden und die Bauern zu kennen, die unsere Braugerste anbauen und ernten!“ Was besonders wichtig ist, denn nur so bleibt die Authentizität der Zwettler Biere gewährleistet. Ein nachhaltiger Mehrwert, den die Zwettler Brauerei auch in Form eines vereinbarten „Waldviertelbonus“ an die Landwirte weitergibt.

Braugerste aus dem Waldviertel

Ausgewählte Braugerstensorten fühlen sich auf dem Boden des Waldviertler Hochlandes und im etwas raueren Klima besonders wohl. Sie brauchen zwar etwas länger bis zur Reife als in etwas wärmeren Gegenden, quittieren dies aber mit schöner Kompaktheit und Qualität von außergewöhnlicher Güte. Im Rohzustand ist die Gerste zur Bierherstellung nicht tauglich. Man muss sie vermälzen, d.h. die Körner werden zum Keimen gebracht und dann getrocknet.

Das Malz – oder genauer, die vom Braumeister gewählten Malzmischungen – bestimmen Farbe, Kraft und Geschmack des Bieres. Und weil man in der Privatbrauerei Zwettl regionstypische Biere braut, wird der überwiegende Teil der Braugerste aus dem Waldviertel bezogen. Die Lagerung und Qualitätssicherung übernehmen die Raiffeisen-Lagerhäuser, das Mälzen findet in der Stadlauer Malzfabrik statt.

Aus der Partnerschaft mit der Vereinigung „Edelkorn“ erhält die Privatbrauerei Zwettl im aktuellen Erntejahr 1.300 Tonnen Braumalz. Dies entspricht einer Braugerstenmenge von 1.625 Tonnen. Den Biergenießern selbst gibt die Partnerschaft von Edelkorn mit der Privatbrauerei Zwettl die Sicherheit, dass in den Zwettler Bieren mit quellfrischem Urgesteinswasser, Waldviertler Aromahopfen und heimischer Braugerste zum überwiegenden Teil regionale Zutaten verwendet werden.