Erstellt am 18. Mai 2017, 04:00

Größte Orgel des Waldviertels installiert. Altpfarrer Kaiser segnete die neue elektronische Orgel der Zwettler Stadtpfarrkirche. Sie misst stolze 61 Register.

Freuten sich über die neue und elektronische Kirchenorgel: Kirchenchor-Obmann Alfred Koller, Organist Gerhard Wagner, Chorleiterin Manuela Schürr, Orgelbauer Reinhold Breslmayr, die Organisten Philipp Fichtinger, Gabriele Kramer und Franz Oels sowie Pfarrer i.R. Franz Kaiser und Moderator Thomas Kuziora.  |  Franz Weiss

Seit Weihnachten erklingt die neue digitale Orgel nun schon in der Zwettler Stadtpfarrkirche, am Samstag, 13. Mai wurde sie im Rahmen der Abendmesse von Pfarrer i.R. Franz Kaiser feierlich gesegnet. In seiner Begrüßung bezeichnete Moderator Thomas Kuziora die neue Orgel als „Kind von Pfarrer Kaiser“, der dieses Kind nun auch selber „taufen“ möge.

Im Juni 2017 hatte der damalige Stadtpfarrer mit dem Pfarrkirchenrat die Anschaffung einer neuen elektronischen Kirchenorgel beschlossen. Eine Restaurierung der alten Orgel erschien nach einhelliger Expertenmeinung nicht mehr sinnvoll.

Im November wurde das 100.000 Euro teure Instrument – eine Rodgers Infinity II - installiert und in zweiwöchiger Arbeit vom Mühlviertler Orgelbauer Reinhold Breslmayr intoniert, der in diesem Werk die Krönung seiner beruflichen Laufbahn sieht. Wie Moderator Kuziora betonte, ist die neue Orgel mit ihren 61 Registern, die zudem mehrfach belegt sind, die größte Orgel des Waldviertels.

Feuertaufe mit Haydn und Johann S. Bach

Die Kleine Orgelsolomesse von Joseph Haydn – gespielt von Gerhard Wagner - eignete sich ideal für die Präsentation des wunderbaren Instrumentes. Chorleiterin Manuela Schürr dirigierte den Kirchenchor, der gemeinsam mit den 25 zusätzlichen Sängern einen großartigen Klangkörper bildete.

Weitere musikalische Glanzpunkte an der Königin der Instrumente setzten Philipp Fichtinger mit der Toccata in d-Moll von Johann Sebastian Bach, Gabriele Kramer-Webinger mit einem Halleluja von Franz Schmidt und der Toccata in D-Dur von Max Reger sowie Franz Oels mit einer Orgelmeditation.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zu einer Agape, bei der die Freude über das neue Instrument bei allen Gottesdienstbesuchern spürbar war. Der Wunsch von „Orgelvater“ Franz Kaiser ging an diesem Tag ebenfalls in Erfüllung: Dass die neue Orgel zum Lob Gottes und zur Freude der Menschen erklingen möge.

Dank einer Subvention der Stadtgemeinde und vieler kleiner und großer Spenden, für die sich Moderator Kuziora herzlich bedankte, ist die Pfarre auf einem guten Weg, das Gesamtprojekt inklusive der Finanzierung der neuen Orgel im Herbst abschließen zu können. Für Oktober ist in diesem Rahmen ein Orgelkonzert geplant.