Erstellt am 08. Oktober 2015, 05:32

von Maria Moll

Zahrl ist Professor. Die Arbeit des Meisters der farbigen Druckgrafik wurde nun mit der Verleihung des Berufstitels gewürdigt.

Willibald Zahrl (M.) erhielt von Landeshauptmann Erwin Pröll das Ernennungsdrekret zum „Professor“. Mit ihm freuten sich: Ingrid Rupp, Albert Reindl, Franz Rupp, Ehefrau Maria Zahrl und Sohn Michael Zahrl (v. l.).  |  NOEN, privat

Willibald Zahrl, dem herausragenden Meister der farbigen Druckgrafik, wurde der Berufstitel „Professor“ verliehen! Und entsprechend seinem eindrucksvollen Werdegang hat er sich diese Auszeichnung redlich verdient.

1944 in Zwettl geboren, wuchs Willibald Zahrl in Groß Gerungs auf. Schon während seiner Tätigkeit als Bauingenieur für mehrere Waldviertler Firmen zeigte er besonderes Interesse für Malerei und Grafik. Er erstellte handgeschriebene Urkunden, malte Aquarelle und Plakate sowie Kulissen für das Jugendtheater und den Gesangsverein Groß Gerungs.

Seit 1985 beschäftigt er sich mit Druckgrafik, insbesondere mit Holz- und Linolschnitt. Seine Genauigkeit in der Ausarbeitung der Druckplatten, die Liebe zu einer bunten Farbpalette und die Wahl der Themen zeichnen seine Werke aus. Er bildet interessante Baudenkmäler - nicht nur des Waldviertels - ab und liebt die Waldviertler Landschaft und deren buntes Erscheinungsbild im Wechsel der Jahreszeiten. „Die Natur bietet Farben, die sich viele Künstler gar nicht zu mischen getrauen, so extrem sind sie. Willibald Zahrl tut’s“, bemerkt Restaurator Ralf Wittig, der Befürworter von Zahrls Auszeichnung, dazu.

Aus der langen Liste der Ausstellungen treten jene mit der Internationalen Holzschneidervereinigung XYLON und ihrem niederösterreichischen Gegenstück XYCRON hervor. Als Obmann von XYCRON setzt Zahrl sich seit 2006 für gemeinsame Arbeitswochen mit Ausstellung in den vier Landesvierteln ein. Zudem stiftet er persönlich Benefizarbeiten für den guten Zweck und geht zur praktischen Arbeit mit Kindern in Schulen.
„Phantasie, Intuition und vor allem Arbeit bilden die Grundlagen für Willibald Zahrls Erfolg“, stellt Wittig bewundernd fest.