Erstellt am 23. September 2015, 05:32

von Brigitte Lassmann-Moser

Krönender Höhepunkt. Zum Abschluss ihres Jubiläumsjahres stand die Zwettler Big Band gemeinsam mit Viktor Gernot auf der Bühne.

Die Musiker der Zwettler Big Band (Mitwirkende siehe Infobox) mit ihrem Gast Viktor Gernot, dem musikalischen Leiter Christian Helmreich sowie Kulturstadträtin Andrea Wiesmüller.  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser

Zwei ausverkaufte Konzerte im Stadtsaal am vergangenen Freitag und Samstag waren der krönende Höhepunkt des Jubiläumsjahres „30 Jahre Zwettler Big Band“. Unterstützt wurde die Band bei diesen Konzerten unter der Leitung von Christian Helmreich von einem langjährigen Freund, nämlich Viktor Gernot, der dem Motto „There is no Business like Showbusiness“ voll gerecht wurde.

Eingangs begrüßte Kulturstadträtin Andrea Wiesmüller die Gäste, gratulierte der Big Band zum Geburtstag und dankte ihr für die gute Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadtgemeinde, das diesmal eingeladen hatte.

Als Viktor Gernot („Was gibt es Neues?“) die Bühne betrat, hatte er das Publikum dank seiner Schmähs von Anfang an „im Griff“. 17 Musiker, ein Dirigent und ein Komödiant auf einer Bühne, also 19 g‘standene Männer (ohne Quotenfrau) – so Viktor Gernot – sorgten dann nicht nur für einen fulminanten musikalischen, sondern auch für einen kabarettistischen Hochgenuss.

Auf dem Programm standen Ohrwürmer wie „Almost like being in love“, „A wunderful day like today“, „Beyond the sea“ oder „Strangers in the night“. Bevor er „Mack the knife“ im Originalarrangement von Bob Knox sang, gab Viktor Gernot zur Gaudi des Publikums den Mackie Messer – nur begleitet von Edwin Kainz am Piano – als Otti Schenk, Peter Alexander, André Heller und Wolfgang Ambros zum Besten, ein Beweis dafür, dass er bei aller Liebe zur Musik den Komödianten auch beim Singen nicht verleugnen kann.

Dazwischen palaverte Viktor Gernot über seine früheren Zwettl-Gastspiele (u.a. gemeinsam mit Michael Niawarani) und erzählte Anekdoten aus seiner einstigen musikalischen Zusammenarbeit mit Christian Helmreich, als die beiden sogar Chris Roberts und Roberto Blanco begleiteten.

Mit zwei Kompositionen des amerikanischen Jazztrompeters Thad Jones, die sie anfänglich als für sie unspielbar weil zu schwierig eingestuft hatten, legten die Musiker dann zwei mitreißende Instrumentalstücke hin, bei denen die Post abging, speziell bei „Don‘t git sassy“.

Klingende Zugabe waren zwei Hits von Frank Sinatra: „New York, New York“ und „My Way“ – letzteres absolvierte Gernot im Sitzen („I kann nimmer!“). Und trotzdem war es ein besonderes Klangerlebnis und ein großartiger, fulminanter Konzertabschluss.

Das begeisterte Publikum dankte es den Musikern mit „Standing Ovations“.

Die Mitwirkenden

Vocal: Viktor Gernot
Musikalische Leitung & Trompete: Christian Helmreich
Saxophon: Christian Renk, Herbert Grulich, Christian Hofbauer, Christoph Nöbauer, Josef Paukner
Posaune: Stefan Grübl, Alexander Reisinger, Gerhard Katzinger, Michael Zahrl
Trompete/Flügelhorn: Rudi Pilz, Alexander Kastner, Ambros Pabisch, Bernhard Berger
Rhythmus: Edwin Kainz, Peter Wiesinger, Michael Pfeffer, Thomas Käfer