Erstellt am 26. November 2015, 05:33

von Maria Moll

Leistungen hervorgehoben. 13 ausgeschiedene Gemeinderatsmandatare wurden für ihr Wirken gewürdigt. Rudolf Aßfall, Johann Krapfenbauer und Erwin Engelmayr erhielten Goldene Ehrennadel.

Ehrung ausgeschiedener Mandatare der Stadtgemeinde Zwettl. (vorne, v. l) Rudolf Aßfall, Johann Krapfenbauer, Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger, Erwin Engelmayr, Bürgermeister Herbert Prinz, Vizebürgermeister Hannes Prinz. (dahinter, v. l.) Sylvia Moser, Franz Groschan, Werner Bruckner, Franz Löschenbrand, Herbert Grulich, Josef Eichinger, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schnabl, Erwin Reiter, Erna Heider, Andrea Wiesmüller und Franz Wagner.  |  NOEN, Foto: Maria Moll
Geselligkeit, das Zugehen auf Menschen und ein hohes Maß an Ehrenamtlichkeit – Eigenschaften, die einen guten Mandatar auszeichnen. 13 Personen, auf die diese Eigenschaften zutreffen, wurden am Abend des 19. November im Schlosshotel Rosenau geehrt, nachdem sie aus dem Zwettler Gemeinderat ausgeschieden sind. Vizebürgermeister Johannes Prinz begrüßte zu der würdigen Feier, die durch Claudia Kent, Sopran, und Ewa Radecka, Klavier, einen schönen musikalischen Rahmen erhielt.

„Auf kommunaler Ebene – sozusagen vor der eigenen Haustür – ist es einerseits sehr erfüllend und andrerseits sehr fordernd, für die Allgemeinheit zu arbeiten“, sagte Bürgermeister Herbert Prinz. An dem Abend galt es Menschen zu würdigen, die ihre Zeit, ihr Wissen und Können unter Verzicht auf Privatleben, Freizeit und Erholung letztendlich zum Wohle der Bürger ihrer Gemeinde eingesetzt haben. Und zwar für jeden einzelnen Bürger persönlich, „der Mensch ist und keine Nummer. Er hat ein Gesicht, einen Namen.“

Rudolf Aßfall war 40 Jahre im Gemeinderat

Entsprechend der Dauer und Funktion der ausgeschiedenen Mandatare wurden Ehrungen zugesprochen. Zehn von ihnen erhielten ein Ehrengeschenk. Für ihre langjährige verdienstvolle Tätigkeit in der Gemeinde wurden drei Mandatare mit Urkunde und Goldener Ehrennadel ausgezeichnet. Der Bürgermeister hob deren Leistungen hervor.

Rudolf Aßfall, ein Zeitzeuge, der 40 Jahre im Zwettler Gemeinderat und in verschiedenen Ausschüssen tätig war. „Er durfte mit allen fünf Bürgermeistern der Großgemeinde arbeiten“, betonte Bürgermeister Herbert Prinz. „Die Gemeinde hat von seiner Bodenständigkeit profitiert.“

Johann Krapfenbauer war ab 1999 im Gemeinderat, davon die letzten zehn Jahre als Kulturstadtrat. „So gewissenhaft und genau er in der Schule ist“, so brachte er sich auch in der Gemeinde ein. „In seiner Gewissenhaftigkeit war er manchmal sparsamer als die Frau Finanzstadträtin“, bemerkte der Bürgermeister schmunzelnd.

Glückwünsche von den Obleuten

Als besonderen Fall – wegen seiner Vielfältigkeit und der Intensität in seiner Arbeit – bezeichnete der Laudator den überaus fleißigen Gutmenschen Erwin Engelmayr, der Zeit seines Wirkens 100-prozentig verlässlich war und einen absolut freundschaftlichen Umgang pflegte. Er wirkte 25 Jahre im Gemeinderat – als Stadtrat für das Feuerwehrwesen, für Umweltschutz und Dorferneuerung und schließlich für Straßen- und Wasserbau. „Wenn Erwin Engelmayr am Montag zu uns auf die Gemeinde kam, hatte er seinen ehrenamtlichen Nachtdienst beim Roten Kreuz hinter sich, den er seit 43 Jahren leistet“, zeigte sich der Bürgermeister beeindruckt.

Glückwünsche kamen von den Obleuten der vier Fraktionen, aber auch von Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schnabl, der betonte, dass Bürger „Gemeinde“ an Menschen festmachen wollen, an Mandataren. „Gemeindemandatare müssen oft auch als Sündenböcke für das herhalten, was die hohe Politik falsch gemacht hat.“ NR-Abgeordnete Angela Fichtinger gratulierte zu dem Abend, an dem „man sich über die Fraktionen hinaus über das gemeinsam Erreichte freute.

Der scheidende Kulturstadtrat Johann Krapfenbauer dankte namens der Geehrten: „Dankbarkeit und Weizen gedeihen nur auf gutem Boden.“