Zwettl

Erstellt am 17. Mai 2017, 04:00

von Markus Füxl

Neues „Fairlockendes“ im Weltladen. Der Weltladen präsentierte eine neue Biokosmetik sowie seine Mode-Linie für den Sommer – und eine neue Obfrau.

Präsentierten Biokosmetik, eine neue Modelinie und Leckerbissen des Zwettler Weltladens: Eva Hahn-Schachinger, Organisatorin Anna Hofbauer, Christine Cermak, Veronika Anila, die neue Weltladen-Obfrau Anna-Maria Yvonne und Flotte Lotte-Obfrau Elisabeth Mittendorfer.  |  Markus Füxl

Alles neu macht der Mai: Der Weltladen Zwettl lud zu einer Präsentation in den Zwettler Sparkassensaal. Unter dem Motto „FAIRlockend“ zeigten Mitarbeiter am 13. Mai die biologisch nachhaltige Kosmetiklinie „Biosfair“ sowie Frühlingsmode und Produkte des Vereins „Flotte Lotte“. Sie sind im Weltladen Zwettl erhältlich.

Christine Cermak eröffnete den Abend und begrüßte die Gäste im Sparkassensaal. Sie sorgte im Verlauf der Veranstaltung für eine Überraschung und trat als Obfrau des Weltladens zurück. Cermak übertrug dabei ihre Tätigkeit an Anna-Maria Yvon.

„Unsere Produkte sind für beide Geschlechter gedacht. Denn auch Männer waschen sich manchmal.“Veronika Avila

Als Vertreter der „Fair Trade“ Gemeinde Zwettl begrüßte Umweltgemeinderat Bernhard Thaler die Gäste. Er wies auf die umfangreiche Produktpalette hin, die „weit mehr bietet, als fair hergestellte Bananen, Kaffee und Kakao“.

So präsentierte Veronika Avila von EZA Fairer Handel die im Weltladen erhältliche Kosmetiklinie „Biosfair“. Sie zeichne sich vor allem durch die Verwendung biologischer Rohstoffe aus, wie etwa Tee, Reisbier und Kokosnuss. Die 13 Produkte des Sortiments reichen dabei von Gesichtscremes bis zu Duschgels. Gerade Letzteres sei für beide Geschlechter verwendbar, wie Avila humorvoll im Satz des Abends anmerkte: „Ich glaube, dass sich auch Männer manchmal waschen.“

Im Anschluss präsentierte Eva Hahn-Schachinger fair hergestellte Mode, die ebenfalls im Weltladen erhältlich ist. Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof zeigten die farbenfrohen T-Shirts, Hosen und Schals aus Seide, Leinen und Baumwolle. „Es ist nicht nur wichtig, dass Kleidung passt, sondern auch, dass man weiß, unter welchen Bedingungen sie hergestellt wird“, merkte Hahn-Schachinger an.

Gegen Lebensmittelverschwendung

Zum Abschluss präsentierte sich der Zwettler Verein „Flotte Lotte“. Die Mitglieder übernehmen nicht verkauftes Obst und Gemüse der Firma Kastner und verkochen es zu Lebensmitteln wie Aufstrichen, Chutneys oder Suppen. So möchte man einen Beitrag gegen die Verschwendung von Lebensmitteln leisten.

In ihrem Vortrag unterstrich „Flotte Lotte“-Obfrau Elisabeth Mittendorfer das Vorhaben mit erschreckenden Zahlen: In Österreich landen jährlich 760.000 Tonnen Lebensmittel im Bio-Müll. Pro Person sind das durchschnittlich 173 Kilogramm Müll. „Davon ist knapp die Hälfte durch bewussten Umgang vermeidbar“, so Mittendorfer.

Mittlerweile helfen 30 Ehrenamtliche im Verein mit. Das erklärte Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen, nimmt dabei Form an: Ab 1. Juni arbeitet mit Elisabeth Schrenk eine fix Angestellte im Verein.

Umfrage beendet

  • Kauft ihr „fair“ gehandelte Produkte?