Erstellt am 24. Februar 2016, 05:14

von Michael Schwab

Vorsicht Falle: Teures Inserat-Abo. Verlag wirbt mit Abo für Stadtplan, Betrüger schicken Mails im Namen der NÖGKK.

Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Pirawarth im Fall eines Internetbetruges führten zum Erfolg.  |  NOEN, Venutra/shutterstock.com

Vorsicht ist derzeit im Internet geboten – es kursieren falsche E-Mails im Namen der NÖ Gebietskrankenkasse sowie einer bulgarischen Firma, die „Jahresabos“ für den Zwettler Stadtplan verkaufen will.

„Der Stadtgemeinde Zwettl wurde am 17. Februar zur Kenntnis gebracht, dass ein Verlag mit Sitz in Bulgarien offensichtlich die Inserenten des Zwettler Stadtplans kontaktiert und durch Verwendung des Werbesujets aus dem Zwettler Stadtplan den Anschein erwecken will, dass das Vertragsangebot im Zusammenhang mit der Stadtgemeinde Zwettl steht“, berichtet Stadtamtsdirektor Hermann Neumeister.

Der NÖN liegt ein Muster des übermittelten Vertrages vor, der in einwandfreiem Deutsch verfasst ist, inklusive „Kleingedrucktem“ und einer österreichischen Internetadresse des Verlages. Erst im Seitenfuß ist ersichtlich, dass die Firma ihren Sitz in Sofia (Bulgarien) hat.

Auch NÖGKK ist betroffen

„Nach Einschätzung der Stadtgemeinde Zwettl handelt es sich dabei eindeutig um unlautere bzw. irreführende Geschäftspraktiken, um durch Abschluss eines ‚Jahresabos‘ zu Geld zu kommen. Wir können nur dringend empfehlen, dieses unseriöse Angebot nicht anzunehmen“, warnt Neumeister, der diesbezüglich Schützenhilfe der Wirtschaftskammer erhält. Für ein solches „Abo“ würden nämlich pro vierteljährlicher Ausgabe Kosten von 1.250 Euro netto entstehen – pro Jahr also mindestens 5.000 Euro. Der Vertrag sei zudem während der mindestens einjährigen Laufzeit nicht kündbar.

Auch im Namen der NÖGKK suchen Betrüger derzeit Opfer. Die Krankenkasse erhält seit einigen Tagen Mails und Anrufe von besorgten Kunden. Es kursieren E-Mails mit dem vermeintlichen Absender „Krankenkasse InfoCenter“ und dem Betreff „Beitragserstattung wurde genehmigt. Bitte Auszahlung anfordern“. Eine mögliche Rückerstattung bis zu 1.100 Euro wird angepriesen. Mit dem Öffnen eines Links könne man das Geld umgehend einfordern.

Achtung: Es handelt sich um Spams. Daher die Mails umgehend löschen! Den Link keinesfalls öffnen, da sonst gefährliche Trojaner oder Viren auf dem Computer verbreitet werden können!
„Diese Mails haben selbstverständlich nichts mit der NÖGKK oder einem anderen österreichischem Sozialversicherungsträger zu tun!“, so die Kasse, deren Generaldirektor Jan Pazourek sich bei den Kunden, die diese verdächtigen Fälle gemeldet haben, bedankt, den nur so könne diesem Mail-Versand ein Riegel vorgeschoben werden. Im Zweifelsfall kann man sich gerne an die jeweiligen Service-Lines 050899-6100 bzw. 050899-7100 wenden.