Mauer-Abriss ließ die Stadt wachsen. Entwicklung ging voran, nachdem altes Bauwerk abgetragen wurde. Beide Kriege sorgten für einen großen Dämpfer.

Erstellt am 15. Mai 2018 (08:45)
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St. Pölten

St. Pölten wächst in alle Richtungen. Es wird gebaut, das Stadtbild verändert sich laufend. Wer einen Blick in die NÖN wirft, erfährt davon nicht erst beim Stadtspaziergang, sondern schon Wochen bevor die Bauarbeiten durchgeführt werden.

Gerade in der Zeit, in der auch die NÖN entstand, breitete sich St. Pölten von der Altstadt in alle Himmelsrichtungen aus. Die Weichen zur modernen Stadt wurden um die Mitte des 19. Jahrhunderts gestellt. Bedeutend war dafür vor allem der Entschluss, die alten Stadtmauern abzutragen, um das Wachstum der Traisenstadt nicht zu behindern.

Parks gewannen in den 1880er-Jahren an Bedeutung. Die Sparkasse kaufte Gründe für einen Stadtpark, während man im Südosten St. Pöltens den Hammerpark schuf. Außerdem wurde der Kaiserwald angelegt, der die Stadt gegen Westwinde schützen sollte.

Bautätigkeit im Kern der Stadt

In den 1870er- und 1880er-Jahren beschränkte sich die Bautätigkeit hauptsächlich auf den Kern der Stadt. Die freien Bauplätze wurden genutzt und alte Bausubstanz durch historische Neubauten ersetzt. Erst als es keine Entwicklungsmöglichkeiten in der Altstadt mehr gab, wurden auch Gebiete außerhalb der Stadtmauern erschlossen.

Aufgrund der steigenden Bautätigkeit wurde ein Regulierungs- und Stadterweiterungsplan entworfen. Damit wollte man auch eine Anbindung an die neuen Stadtteile schaffen. Neue Straßendurchbrüche waren notwendig und verkehrsbehindernde Engstellen wurden beseitigt.

1893 wurde damit begonnen, Wohnhäuser zu errichten, da die Wohnungsnot bedrückende Ausmaße angenommen hatte.

Für eine Unterbrechung der Entwicklung der aufstrebenden Stadt sorgten die beiden Weltkriege. Nach der Beseitigung der ärgsten Kriegsschäden wurden Wohnhäuser und Schulen gebaut.

Erste Fußgängerzone Anfang der 60er

In der Altstadt wurde bereits 1961 eine Fußgängerzone geschaffen. Die Funktion als Landeshauptstadt brachte neue Bauaufgaben, die das Stadtgebiet weiter vergrößerten. Die einschneidendste Veränderung in den letzten Jahrzehnten war der Bau des Regierungs- und Kulturbezirks an der Traisen.

In kurzer Zeit wurde hier östlich der Altstadt ein neues Stadtviertel geschaffen, mit schneller Anbindung an die Autobahn.