St. Pölten hat für viele einen Job. Die Zahl der Arbeitsplätze ist gerade in den letzten Jahren gestiegen. Mittlerweile gibt es mehr als die Stadt Einwohner hat.

Erstellt am 15. Mai 2018 (08:45)
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Mehr als 60.000 Menschen arbeiten in der Landeshauptstadt – viele davon kommen dafür aus den umliegenden Gemeinden und Städten nach St. Pölten. Vorherrschend sind in der Traisenmetropole die Sparten Gewerbe und Handwerk, Handel sowie Information und Consulting. In Zukunft sollen gerade im Tourismus weitere Jobs entstehen.

Um die rasante und dynamische Entwicklung des St. Pöltner Arbeitsmarktes zu sehen, genügt ein Blick in die NÖN. Viele neue Möglichkeiten der Beschäftigung zeigen Woche für Woche die Stelleninserate.

Mittlerweile sind in der Traisenmetropole 3.676 verschiedene Betriebe angesiedelt – das sind um rund 20 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Mit der Vielfalt an Job-Möglichkeiten ist auch die Zahl der Arbeitsplätze stark gestiegen. Die Wirtschaft boomt, die Infrastruktur wird ausgebaut und auch auf die 60.000-Einwohner-Marke fehlen nur noch wenige Menschen. Jobs gibt es bereits mehr als 60.000 und damit sogar mehr als Einwohner.

Fünf Mal mehr Kommunalsteuer

Das fettet auch die Stadt-Kasse auf: Bei den Kommunalsteuereinnahmen wurde im Vorjahr mit rund 29,4 Millionen Euro ein neuer Spitzenwert erreicht. Zum Vergleich: Bei der Landeshauptstadtwerdung im Jahr 1986 waren es nur sechs Millionen Euro.

Über 30.000 Einpendler

Das Angebot an Jobs zieht auch viele Arbeitnehmer von außerhalb, darunter viele Fachkräfte, nach St. Pölten: Ein Blick auf die Pendlerstromanalyse, die von der Arbeiterkammer regelmäßig durchgeführt wird, zeigt, dass 30.275 Personen täglich nach St. Pölten kommen, um hier ihrem Job nachzugehen. Die Landeshauptstadt verlassen nur 5.800 Einwohner. 2.000 St. Pöltner machen sich auf den Weg in die Arbeit in einer der umliegenden Bezirksgemeinden. Begünstigt hat diese Entwicklung die schnelle öffentliche Verbindung in die Bundeshauptstadt.

Mehr Arbeitsplätze im Tourismus

Die meisten Arbeitnehmer sind im Bereich Gewerbe und Handwerk, Handel sowie Information und Consulting beschäftigt. In diesen Sparten steigt die Zahl der Betriebsstandorte kontinuierlich. In Zukunft sollen – auch in Zusammenarbeit mit der Bewerbung St. Pöltens als Kulturhauptstadt 2024 – vor allem im Tourismus weitere Arbeitsplätze entstehen. „Die Region soll sich als eigenständige Tourismus-Destination etablieren“, hat man hier bei der Stadt große Erwartungen.

Arbeit in Zahlen

Betriebe: 3.676 (+21,4 Prozent seit 2008)

Arbeitsplätze: rund 60.000

Arbeitslose: rund 6.900

(Stand: März 2018)