„Wie meine eigene Hüfte!“. Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie - Moderne OP-Techniken und Implantate ermöglichen heute eine zügige Wiederaufnahme vieler Aktivitäten.

Erstellt am 19. März 2019 (14:58)
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Bei fortgeschrittener Hüftgelenksarthrose und heftigen Schmerzen hilft zumeist nur mehr der Ersatz durch ein Kunstgelenk. Egal, ob das eigene Gelenk durch altersmäßigen , durch Leistungssport, starkes Übergewicht oder genetisch bedingt, ersetzt werden muss – vor einem Kunstgelenk in der Hüfte muss sich heute niemand mehr fürchten.

Unser Ziel: Das Kunstgelenk „vergessen“

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Prim. Univ.-Doz. Dr. Thomas Müllner

Immer mehr Hüftpatienten erwarten sich durch den Eingriff nicht nur Schmerzfreiheit, sondern wollen auch wieder aktiv im Alltag sein und auch ihren geliebten Sport wieder ausüben. Dass dies in sehr vielen Fällen heute auch tatsächlich möglich ist, wurde dank moderner OPTechniken und immer anatomiegerechteren Implantaten auch Realität. Unser Ziel ist es, dass Patienten irgendwann „vergessen“, dass sie nicht mehr mit dem eigenen Gelenk unterwegs sind. Das gelingt uns immer öfter und darüber freuen wir uns ganz besonders.

Revolutionär: Die AMIS-Hüfte

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Als bahnbrechend hat sich auch im Evangelischen Krankenhaus die so genannte AMIS Methode erwiesen: Dabei erfolgt der Zugang von vorne durch einen kleinen Hautschnitt, der gerade ausreicht, um das Implantat mit Kurz Schaft, vorbei an Sehnen und Muskeln, an die richtige Stelle zu setzen. Die AMIS-Technik mit Kurz Schaft ist die Methode, die intermuskuläre und internervöse Ebenen voll berücksichtigt und das Verletzungsrisiko der Muskeln, Sehnen, Gefäße und Nervenbahnen stark reduziert.

Rasch zurück im Alltag

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Dank der schonenden OPTechnik profitieren Patienten von einer besonders raschen Genesung. In den meisten Fällen kann man nach 8-10 Tagen wieder selbständig Autofahren und ohne Gehhilfen gehen. Sollte eine beidseitige Hüftprothese notwendig sein, ist die AMIS® Methode (AMIS=Anterior Minimal Invasive Surgery) ideal geeignet, um die Mobilität rasch wiederherzustellen. Selbst nach beidseitiger Hüftprothese ist im Normalfall ein Gehen ohne Krücken nach 10-14 Tagen möglich.

„3D-Hüfte“ bei speziellen anatomischen Gegebenheiten

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Mittlerweile haben auch Patienten mit ungünstigen anatomischen Gegebenheiten beste Chancen auf rasche Mobilisierung: Dank eines neuen, ganz speziellen 3D-Planungssystems können wir nun erstmals eine wirklich exakte anatomische Rekonstruktion des individuellen Hüftschaftes anfertigen lassen. Egal also, wie kompliziert die Voraussetzungen beim Patienten sind, er erhält den für ihn optimal passenden, maßgeschneiderten Hüftgelenksersatz. Beim Einbringen der Endoprothese korrigieren wir gleichzeitig Beinlängendifferenzen, sorgen auch für eine optimale Spannungsverteilung im Knochen sowie bei den Kräften, die auf eine Hüftendoprothese wirken. Denn je gleichmäßiger diese ausbalanciert sind, desto besser sind Beweglichkeit und Kraft des Patienten und umso haltbarer ist auch das Kunstgelenk.

zVg Dr. Müllner

www.drmueller.at