16 Tage auf der Flucht

Erstellt am 08. November 2011 | 00:00
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Foto: NOEN
FREIHEITSLIEBEND / Stier machte sich in Aschbach davon und lief bis Oberzeillern. Dort wurde er in der Vorwoche eingefangen.
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ASCHBACH/OBERZEILLERN / Ein Stier aus Osttirol sollte auf Geheiß der Rinderbörse am 19. Oktober bei einem Landwirt in Aschbach ein neues Zuhause finden. Doch das rund 300 Kilo schwere Tier hatte anderes im Sinn.

Zwar warnte der Chauffeur die Landwirte vor dem Stier, weil dieser schon während der Fahrt sehr unruhig gewesen war, doch alle Vorsichtsmaßnahmen halfen nichts: Kaum vom Lastwagen herunten ging der Stier sofort mit gesenktem Kopf auf den Jungbauern los, schleuderte ihn zur Seite und machte sich davon. Der Mann kam zum Glück mit dem Schrecken davon.

Eine Woche lang blieb der Stier spurlos verschwunden, bis ihn schließlich der Aschbacher Jäger Ferdinand Gruber in seinem Revier entdeckte. „Wir haben auch versucht ihn einzufangen, das ist aber gescheitert“, berichtet Gruber. Das freiheitsliebende Tier machte sich erneut davon und tauchte schließlich in Oberzeillern wieder auf.

Nachts kam er zu den Gehöften Großebner und Leitner - einerseits, um beim Silo Nahrung zu suchen, andererseits aber auch, weil er wohl die Nähe der Rinder brauchte. Bei Tag versteckte sich der Stier allerdings wieder in den nahen Wäldern.

Die Landwirte schlugen natürlich Alarm und am Freitag, 4. November, fand die Flucht des Stieres schließlich ein Ende. Hans Veigl vom Tierpark Haag legte sich mit einem Betäubungsgewehr auf die Lauer. Der Schuss saß und schickte das Tier ins Land der Träume.

Als er schließlich aufwachte, fand sich der Stier auf einem Lastwagen wieder, der ihn zu einem Landwirt nach Haag brachte. Dort wird der Stier bleiben, bis er ausgewachsen ist.

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