20 Millionen für St. Valentin

Erstellt am 28. August 2012 | 00:00
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STANDORT-STÄRKUNG / Mit massiven Investitionen soll die Europazentrale von Case IH und Steyr abgesichert werden. 17.000 Traktoren sollen künftig produziert werden.
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ST. VALENTIN / Öffentliches Beschaffungswesen bewegt sich seit Jahren im Spannungsfeld zwischen regional und global. Auf der einen Seite wollen regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt, auf der anderen Seite der weltweite Wettbewerb nicht eingeschränkt werden. Umso erfreulicher, dass sich jetzt für zwei Jahre im Katalog der österreichischen Bundesbeschaffungsagentur ein regional erzeugter Traktor aus St. Valentin findet.

Dabei war es vor fast zehn Jahren gar nicht sicher, dass in St. Valentin weiterhin Traktoren gefertigt werden. Ein Bekenntnis des neuen Eigentümers zum Traktorenwerk ermöglichte die weitere Entwicklung.

20 Millionen Euro sollen in  St. Valentin investiert werden

Der österreichische Marktführer im Traktorgeschäft, das zur Fiat-Gruppe gehörende Unternehmen Case IH und Steyr, wird in seinen Standort in St. Valentin 20 Millionen Euro investieren. 11.000 Traktoren sollen heuer gefertigt werden. Bis 2015 will die Konzernleitung die Kapazität auf 17.000 Stück jährlich gesteigert haben.

Der Standort bildet gleichzeitig die Europazentrale des Konzerns. Neben der Erweiterung der Produktion entsteht ein neues Trainings- und Besucherzentrum.

Das Unternehmen konzentriere sich im Verkauf immer mehr auf Deutschland, Frankreich, England und Rumänien. „In diesen Ländern sind Großtraktoren mit mehr als 150 PS gefragt“, betont Ing. Andreas Klauser, Präsident von Case IH und Steyr weltweit.

In der Europazentrale in St. Valentin sind zur Zeit 640 Mitarbeiter beschäftigt. Zwei Drittel der Produktion sind Case IH-Modelle, das restliche Drittel entfällt auf Steyr-Traktoren. Deren Marktanteil in Österreich von derzeit rund 20 Prozent soll künftig noch weiter ausgebaut werden.

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