21 Beschäftigte bei Chemieunfall verletzt

Erstellt am 08. Oktober 2012 | 09:18
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Chemieunfall01.jpg
Foto: NOEN, NÖN
In Großwäscherei schäumte Waschmaschine über. Wasser floss in gefährliche Chemikalie und erzeugte gefährliche Dämpfe.
Werbung
MAUER | In einer Großwäscherei in Mauer bei Amstetten hat sich am Montag in der Früh nach Angaben der Feuerwehr ein Chemieunfall ereignet. 21 Mitarbeiter wurden verletzt. Sie erlitten Reizungen der Atemwege und mussten laut "144 - Notruf " in die Landeskliniken Waidhofen a.d. Ybbs bzw. Amstetten eingeliefert werden.

Das Landesfeuerwehrkommando berichtete in einer Aussendung von einem "nicht ungefährlichen Zwischenfall", der sich gegen 6.00 Uhr ereignet hatte. Aus vorerst unbekannter Ursache waren aus einer Industriewaschmaschine größere Wassermengen ausgetreten. Ein neben dem Reinigungsgerät abgestellter 50-Kilo-Kübel mit Bleichmittel geriet mit dem Wasser in Verbindung und löste eine starke chemische Reaktion aus - der Inhalt entwickelte giftige Dämpfe.

Mitarbeiter bemerkten den Zwischenfall und wollten den Kübel ins Freie tragen. Dabei gerieten 21 Personen mit den Dämpfen in Kontakt. Viele von ihnen wurden vor allem präventiv behandelt, um Folgeerscheinungen ausschließen zu können, so das Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten.

Drei Feuerwehren, darunter Schadstoffspezialisten der FF Amstetten, belüfteten den durch die Ausdampfung bereits auf 200 Grad erhitzten Raum und führten mit Großventilatoren ausreichend Frischluft zu, so das Landeskommando. Das Firmenareal wurde evakuiert und großräumig abgesperrt, der Kübel in einen Spezialbehälter gestellt. Die Feuerwehr führte in der Folge auch Messungen mit einer Wärmebildkamera durch.

Werbung