Pressl zu Corona: „Der Realität ins Auge schauen“. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten ist in Ardagger gestern auf 33 gestiegen - vier davon sind aber inzwischen wieder genesen. 241 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Bürgermeister Johannes Pressl warnt daher davor, zu glauben, dass das Schlimmste schon geschafft sein könnte.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 26. März 2020 (15:50)
Ortschef Hannes Pressl
privat

"Wir waren zwar in Ardagger schneller dran mit den ersten Infektionen aber insgesamt stehen wir in Österreich jetzt erst am Beginn einer größeren Ausbreitung! Und auch wenn mittlerweile bezirksweit nur mehr ein Drittel aller Infektionen in Ardagger zu finden sind, während es vor zwei Wochen noch umgekehrt war, so bedeutet das für uns, dass wir jetzt – nach dem ersten „hotspot“ in Ardagger – in eine Gesamtdynamik des Anstieges und der Ausbreitung der Krankheit österreichweit eingebunden sein werden", schreibt Pressl auf seinem Blog, mit dem er die Bevölkerung täglich über die Lage informiert.

Gestern Mittwoch zeigte die Statistik des Gesundheitsministeriums für den Bezirk insgesamt 97 Infektionsfälle. Aktuellere Daten gibt es momentan nicht, weil die Seite derzeit (wegen Wartungsarbeiten) offline ist. Hintergrund dürfte sein, dass künftig eine genauere Abstimmung zwischen dem Ministerium und den Ländern erfolgen soll. Da gab es bei den veröffentlichten Zahlen oft Differenzen. Die NÖN wird natürlich informieren, sobald es neue Zahlen gibt.

Die derzeit in den Gemeinden des Bezirks bekannten Fälle findet ihr hier!

In Waidhofen an der Ybbs gab es bislang vier Erkrankungen. Das Tragische daran: Zwei Personen sind verstorben. Einer der Infizierten ist inzwischen wieder genesen.