Geglücktes Eröffnungskonzert von Aschbacher Verein. Das allererste Konzert des Kulturvereins 361 Grad mit der bekannten Band Herbert Pixner Projekt im Pfarrgarten sorgte mit einem bunten Stilmix für große Begeisterung.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 05. August 2021 (04:57)
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Das Herbert Pixner Projekt begeisterte am Sonntag beim Konzert im Aschbacher Pfarrgarten.
Kogler

Wie könnte man den Auftakt eines Kulturvereins bessern feiern als mit einem ausverkauften Konzert, mit einer besonderen Band in einem einzigartigen Ambiente, als mit dem Herbert Pixner Projekt. Zwar wünschte man sich einen lauen Abend, den es leider nicht gab, aber die Musik wärmte und es begann erst nach den letzten Klängen der Zugabe, übrigens ein Schlaflied, zu regnen.

Erhaben und feierlich wurde der Abend im stimmungsvoll beleuchteten Pfarrgarten und mit großer Freude, nach so langer Zeit wieder auftreten zu dürfen, eröffnet. Charmant und witzig erzählte der Multiinstrumentalist Pixner von seinen Anfängen und versprach dem eher in Winterkleidung gehüllten Publikum ein Best of von einem Best of mit allen Lieblingsstücken seit seiner Anfangszeit.

Mit seiner Band, dem Saitenvirtuosen an der Gipsy-, Flamenco- und E-Gitarre, Manuel Randi, dem begnadeten Kontrabassisten Walter Unterlechner und seiner Schwester Heidi Pixner auf der Harfe entfaltete sich ein beeindruckender, zauberhafter Klangkosmos. Traditionell und wild, zahm und zügig, fein und erregt, aber immer in einer erstaunlichen Interpretation kommen die Songs ans Ohr.

Beeindruckend dabei die scheinbar schwerelose Begeisterung, wie das Quartett seinen Stilmix in mitreißende Klangwelten verwandelt. Die Musiker agieren unglaublich subtil an dynamischen Facetten – imposant etwa der vertonte Sonnenaufgang im Lieblingslied „Morgenrot“, das tief ins Gemüt geht und wärmt.

Dieser Abend ist aber auch eine Reise durch die Welt der Musik und der Temperamente. Verschiedene Stile und Rhythmen, Tango oder Landler, Ska, Blues oder Rock. Es sind immer außergewöhnliche Kompositionen. Tosender Applaus und Standing Ovations für ein ausgesprochen delikates Eröffnungskonzert.