Am Wochenende drohen Corona-Ausreisetests im Bezirk Amstetten

Da Zahl der Infektionen steigt, bereitet sich Behörde in Absprache mit der Polizei bereits darauf vor.

Aktualisiert am 28. Oktober 2021 | 08:23
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Im Bezirk Scheibbs wird bei der Ausreise schon kontrolliert. Am Wochenende könnte es auch im Bezirk Amstetten so weit sein.
Foto: Eplinger

Der Bezirk Amstetten steuert auf Ausreisekontrollen zu. Am  Mittwoch hat er mit einem Wert von 526,6 die prekäre 500-er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz übersprungen. Mit Stand Mittwoch waren 864 Menschen mit Corona infiziert und 1.398 befanden sich in Absonderung. Täglich kommen derzeit rund 100 neue Infektionen dazu.

„Ich gehe davon aus, dass wir bei der durchschnittlichen Sieben-Tage-Inzidenz, die ja für die Verhängung von Ausreisekontrollen ausschlaggebend ist, nur mehr zwei bis drei Tage Luft haben. Am Wochenende könnte es also so weit sein“, sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer. Sie ist bereits in Abstimmungsgesprächen mit der Polizei.

Insgesamt führen rund 95 Landes- und Bundesstraßen aus dem Bezirk hinaus. Da es in Melk und Scheibbs ohnehin schon Ausreisekontrollen gibt, wird in diese Richtung aber wohl nicht kontrolliert werden. Dafür muss die Polizei ein Auge auf die Autobahnzubringer und auf alle Straßen Richtung Oberösterreich und in die Steiermark (Gemeinde Hollenstein) haben. Lückenlose Kontrolle wird nicht möglich sein, aber die Polizeistreifen werden ihren Standort immer wieder wechseln und stichprobenartig Autofahrer anhalten. Ausreisen darf nur, wer einen gültigen 3G-Nachweis mit sich führt. Wer diesen nicht hat und trotzdem weiterfährt, dem droht eine Strafe von bis zu 1.450 Euro.

Impfquote im Bezirk bei 59,11 Prozent

Die Verordnung von Ausreisekontrollen hängt immer auch von der Impfquote und der Auslastung der Intensivstationen in den Landeskliniken ab. Die Impfquote liegt laut Dashboard des Landes im Bezirk Amstetten derzeit bei 59,11 Prozent vollimmunisierte Personen. Ab einer Quote von 60 Prozent würde der Grenzwert für Ausreisekontrollen auf eine 7-Tage-Inzidenz von 600 steigen. Die Behörde und die Bürgermeister plädieren daher einmal mehr an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Die niedrigste Impfquote im Bezirk weist die Gemeinde Ertl mit 47,02 Prozent , die höchste die Stadt St. Valentin mit 66,46 Prozent vollimmunisierte Personen auf.

Der NÖ Impfbus macht etwa am 29. Oktober von 10 bis 13 Uhr in Stift Ardagger beim Pfarrheim Station, am 3. November steht er ebenfalls von 10 bis 13 Uhr am Hauptplatz in Amstetten im Bereich der Sparkasse.

Übrigens: Für die Statutarstadt Waidhofen gelten besondere Regeln. Dort ist die Inzidenz noch deutlich geringer als im Bezirk Amstetten. Daher wird es, wie das Magistrat berichtet, im Fall der Fälle bei der Ausreise aus Waidhofen zu keinen Anhaltungen kommen. Sehr wohl allerdings ist eine Kontrolle bei der Ausreise von einer anderen Gemeinde nach Waidhofen möglich -etwa, wenn man von Böhlerwerk in die Statutarstadt fährt.