Erstellt am 19. August 2015, 11:49

von Hermann Knapp

60 Millionen fließen in neue Mauthausner Brücke. NÖ und Land OÖ haben sich geeinigt Neubau der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen den Ländern zu gleichen Teilen zu finanzieren. Bis Ende des Jahres soll Standort klar sein.

Landtagspräsident Viktor Sigl, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl: Neubau Donaubrücke Mauthausen fixiert! Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr  |  NOEN, Denise Stinglmayr
Je 30 Millionen Euro werden die Länder NÖ und OÖ für den Neubau der Mauthausner Donaubrücke locker machen. Dies verkündeten die Landeshauptmänner Erwin Pröll und Josef Pühringer am Mittwochvormittag bei einer Pressekonferenz in Mauthausen.

„Wir wollen eine leistungsfähige und verkehrssichere Brücke errichten. Die Standortfrage soll bis Ende dieses Jahres geklärt sein“, betonte Pröll.

Für Pühringer war der Mittwoch ein „Freudentag für die verkehrsgeplagten Menschen beiderseits der Donau, denn sie mussten lange auf diese Einigung zwischen den Ländern warten.“ Bauträger der neuen Brücke wird das Land Oberösterreich sein.

Bausubstanz der alten Brücke verschlechtert sich rapide

Der Neubau der Mauthausner Brücke ist notwendig, weil schon im Jahr 2013 eine Prüfung ergab, dass die Bausubstanz sich rapide verschlechtert und spätestens 2018 eine Totalsperre nötig wäre.

Die Brücke ist gemeinsam mit der B123 eine zentrale Verkehrsader des östlichen Mühlviertels und transportiert täglich tausende Pendler aus OÖ zu ihren Arbeitsplätzen nach Niederösterreich.

Umgekehrt pendeln tausende Niederösterreicher nach Mauthausen, Schwertberg und Perg aus. Die 50 Jahre alte Donaubrücke stößt mit täglich bis zu 22.000 Autos (davon 3.300 Lkw) auch längst an ihre Kapazitätsgrenzen.
 

Umfahrung Pyburg-Windpassing ist wichtiges Projekt

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll wies bei der Pressekonferenz auch auf die laufende Ausschreibung für die Umfahrung Pyburg-Windpassing im Bezirk Amstetten hin. Erst kürzlich wurden vom Landes- und Bundesverwaltungsgericht ja Beschwerden gegen das Projekt abgewiesen.

NÖN.at hatte berichtet:



Schon im November sollen die Bauarbeiten starten und Ende 2017 abgeschlossen sein. Derzeit fahren täglich rund 14.000 Fahrzeuge durch Pyburg-Windpassing. Nach Fertigstellung der Umfahrung sollen es 85 Prozent weniger sein.

„Das Land NÖ steht voll hinter dem Projekt. Zum einen werden die Bürger vom Durchzugsverkehr entlastet, zum anderen ist die Umfahrung auch ein wichtiger Zubringer für die künftige Donaubrücke Mauthausen“, betonte Pröll.