69 Millionen werden in Mauer investiert

Erstellt am 15. September 2014 | 10:48
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Foto: NOEN, Doris Schwarz-König
Im Frühjahr 2015 wird mit der Umsetzung der ersten Phase des Masterplans für das Landesklinikum begonnen.
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Insgesamt 200 Millionen Euro wird das Land im Zuge seines Masterplans in den Ausbau des Landesklinikums Mauer stecken. In der Vorwoche präsentierte Landesrat Karl Wilfing den Mitarbeitern die erste Bauphase.

Eigentlich hätten die Bagger heuer schon rollen sollen

„Im Jahr 2015 wird mit dem Bau eines multifunktionellen Bettenhauses, der Forensik und der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie begonnen. Die einzelnen Häuser werden ein- und zweigeschoßig ausgeführt, sowie teilunterkellert. In dieses Projekt werden 69 Millionen Euro fließen“, berichtete VP-Politiker Wilfing.

Eigentlich hätten die Bagger heuer schon rollen sollen, aber die Planungsarbeiten für das Großprojekt dauerten länger als erwartet. Jetzt ist die Entwurfplanung abgeschlossen und die Arbeiten können somit ausgeschrieben werden. Das wird demnächst passieren.

Klinikum: Für Veränderung „kein Euro zur Verfügung“

Eine deutliche Absage erteilte Wilfing Gerüchten, die jüngst im Landesklinikum und auch in der Region die Runde machten und von einer möglichen Verlegung der Neurologie nach Amstetten sprachen.

„Der Landesrat hat klargestellt, dass das Landesklinikum Amstetten ausgelastet und derzeit keine Veränderung der Struktur vorgesehen ist. Es stünde dafür auch kein Euro zur Verfügung. Dass das für alle Zeiten so bleibt, kann aber natürlich niemand garantieren“, erklärt Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer.

Ärztemangel hat keinen Einfluss auf Masterplan

Der zunehmende Ärztemangel in der Region hat auf die Ausbaupläne des Klinikums keinen Einfluss. „Wir gehen davon aus, dass alle Stellen auch weiterhin besetzt werden können. Das Problem ist, dass die Aufnahmebedingungen für ein Medizinstudium so erschwert wurden, dass wir statt 1.200 nur noch 600 Studienanfänger haben – und davon kommen viele aus dem Ausland und gehen auch wieder zurück. Zudem werden Österreicher mit hohen Gehältern ins Ausland gelockt“, sagt Hinterholzer. Da bestehe für die Bundespolitik Handlungsbedarf.

Beim geplanten Aus- und Neubau des Landesklinikums Mauer wird natürlich besonderes Augenmerk auf die Erhaltung des historischen Ensembles gelegt. Die von 1898 bis 1902 vom Architekten Carlo von Boog im Jugendstil errichteten Pavillons stehen ja auch unter Denkmalschutz.

Im Masterplan ist um den bestehenden Kern der Anlage eine ringförmige Erweiterung vorgesehen. Besonderes Augenmerk bei der Errichtung neuer Häuser wird auch auf die Einbindung der schönen Parkanlage gelegt.

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