Abbruchbescheid für Fritzl-Haus im "Finish"

Erstellt am 24. Mai 2011 | 15:25
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Die Pläne für den Abriss des ehemaligen Hauses von Josef Fritzl, der im Inzestfall zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, schreiten voran. "Wir sind gerade dabei, den Abbruchbescheid zu finishen", teilte der Amstettener Bürgermeister Herbert Katzengruber mit.
Werbung
Masseverwalter Walter Anzböck, der den Abriss beantragt hat, habe dann zwei Jahre Zeit, das Gebäude in der Ybbsstraße abtragen zu lassen.

Die Gemeinde möchte nun mit dem Masseverwalter besprechen, wie man beim Abbruch vorgehen werde. Auch mit den Anrainern soll im Vorhinein gesprochen werden. Ein Termin sei aber noch nicht fixiert - "und wir werden das auch mit Sicherheit nicht an die große Glocke hängen", so der Bürgermeister. Es sei ihm aber klar, dass sich die Sache herumsprechen werde, sobald vor dem Haus die ersten Bagger auffahren.

Josef Fritzl wurde im März 2009 in St. Pölten zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte seine Tochter in dem Wohnhaus in Amstetten 24 Jahre lang in einem Kellerverlies gefangen gehalten und mit ihr sieben Kinder gezeugt. Der Inzest-Fall war Ende April 2008 aufgeflogen.
Werbung