Recycling liegt im Trend im Bezirk Amstetten

Die Verantwortlichen des gda informieren über Themen, wie plastikfreie Verpackung und recycelbarer Kunststoff, die auch in der Bevölkerung immer wichtiger werden.

Erstellt am 11. August 2021 | 05:37
Recycling liegt im Trend
Karl Huber (gda-Obmann-Stellvertreter), Manuela Zebenholzer (gda-Obmann-Stellvertreterin), Anton Kasser (gda-Obmann) und Wolfgang Lindorfer (gda-Amtsleiter) erklären die Konzepte des Recyclingbeitrages.
 
Foto: Margit Brückner

Die Umweltgemeinderäte in der ganzen Region haben sich einen Überblick über die derzeitige Situation in der Müll- und Abfallwirtschaft verschafft und sind zu dem Entschluss gekommen, dass noch weitere Schritte in Zukunft getätigt werden müssen.


Müllgebühren werden sinnvoll verwendet

„Wir haben noch konkrete Ziele, die wir versuchen umzusetzen. Durch die gesteigerte Anzahl der Recyclingplätze haben wir bereits wichtige Maßnahmen gesetzt. Themen, wie recyclingfähiger Kunststoff, die Bewusstseinsbildung für plastiklose Alternativen und Kreislaufwirtschaft sind entsprechende Ziele“, betont Anton Kasser, Obmann des gda (Gemeinde Dienstleistungsverbandes der Region Amstetten für Umweltschutz und Abgaben).

Die Kreislaufwirtschaft im Bereich Abfall beinhaltet die Recyclingplätze, Problemstoffe, Tierverwertung, Müllabfuhr, den Sperrmüll, und den Grün- und Strauchschnitt. Zurzeit gibt es konkrete Umsetzungen in Bezug auf die Container.

Da diese nicht recht einladend erscheinen, werden sie von der Firma Wakolbinger GmbH aus Behamberg sorgfältig von außen gereinigt. Die Firma Wakolbinger GmbH ist eigentlich ein Industriebetrieb, übernimmt über den Sommer aber die Reinigung der Recyclingplätze, von denen es im Bezirk Amstetten über 400 gibt. Grün- und Strauchschnittplätze sind entweder von Mitte März bis Ende Oktober oder ganzjährig geöffnet.

Die Müllgebühr, in Höhe von 60 Cent pro Tag, jedes einzelnen Bürgers wird für die klassische Müllabfuhr, wie die Beseitigung des Restmülls, verwendet. Die Altstoffsammelzentren und die Problemstoffsammlungen zählen ebenfalls dazu. Als Problemstoffe werden Güter mit gefahrenrelevanten Eigenschaften bezeichnet. Für die Sammlung dieser Stoffe gibt es aber auch die mobile Abholung, die eine Anmeldung erfordert.


Allgemein liegt die Trennquote bei 70 %

„Die Probleme bei der Mülltrennung liegen unter anderem beim Recycling von Biomüll“, so Anton Kasser. Das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Mülltrennung und Umweltschutz hat sich bei den Bürgern gefestigt. Sie versuchen mittlerweile, ihren Biomüll selbst zu kompostieren, was ihnen aber nicht immer gelingt, so landet dann doch wieder einiges an Biomüll im Restmüll. Für das Erreichen der Recyclingziele in der EU werden die Bürger mit dem Hinweis „Dein Recyclingbeitrag“ auf allen Müll- und Entsorgungsstellen hingewiesen.


Bessere Mülltrennung durch Gelbe Säcke

Die Gelben Säcke sind auch immer wieder ein wichtiges Thema bei der Abfallentsorgung. „Sie sind Gradmesser für mehr Sauberkeit. Die Bürger können sehen, wie viel Müll sie in einem gewissen Zeitraum produzieren. Die Gelben Säcke dienen zum Ansporn, vor allem den Plastikmüll zu reduzieren“, erklärt Manuela Zebenholzer, Obmann-Stellvertreterin des gda.

Die Einrichtung einer App − www.gda.gv.at/app − soll bei der Umsetzung der Mülltrennung helfen. Es werden Tipps für die richtige Trennung und die Vermeidung von Müll, Abholtermine für Sperrmüll beziehungsweise für die Gelben Säcke und die Öffnungszeiten der Sammelzentren dargelegt.

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