Überraschung bei der SPÖ St. Peter/Au. Dominik Kloibhofer verkündet nach der Wahl Rückzug aus dem Gemeinderat aus persönlichen Gründen. Vorerst bleibt er aber noch stellvertretender Parteiobmann.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 13. Februar 2020 (05:24)
Der stellvertretende Parteiobmann Dominik Kloibhofer wird nicht in den Gemeinderat einziehen.
NOEN

Die SPÖ hat nun auch das Team fixiert, das die fünf Gemeinderatsmandate besetzen wird, und da gibt es eine Überraschung. Der Listenzweite und stellvertretende SPÖ-Parteiobmann Dominik Kloibhofer ist nicht mit dabei. „Er hat mir selbst erst bei der Sitzung, in der wir unsere künftigen Mandatare nominiert haben, erklärt, dass er sich aus persönlichen Gründen aus dem Gemeinderat zurückziehen möchte“, berichtet Parteiobmann Helmut Überlackner.

Parteiobmann Helmut Überlackner kündigt konstruktive Arbeit für St. Peter an.
SPÖ

Noch nicht klar ist, ob Kloibhofer auch seine Parteifunktionen zurücklegen wird. „Diese Entscheidung muss ja auch nicht gleich fallen. Er soll in Ruhe darüber nachdenken. Ich hoffe natürlich, dass er bleibt“, sagt Überlackner. Ebenfalls nicht in den Gemeinderat einziehen wird Dominik Greimel. Er stand auf Listenplatz sechs und wäre durch die Absage von Kloibhofer nachgerückt. Statt ihm übernimmt nun Hannah Prinz das Mandat.

Der Verlust, die SPÖ büßte ein Mandat ein und hält nun bei fünf, schmerzt Überlackner nach wie vor. „Leider sind da Dinge vorgefallen, mit denen wir als Partei nichts zu tun haben. Die Causa Günes hat uns natürlich geschadet“, sagt der Parteiobmann. Gegen den ehemaligen SJ-Obmann laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Zuhälterei. Es gilt die Unschuldsvermutung. „Er war am Tag nach Bekanntwerden der Vorwürfe schon nicht mehr Parteimitglied. Aber geschadet hat uns die Sache auf jeden Fall“, sagt Überlackner. Die SPÖ habe viele Hausbesuche gemacht und mit den Leuten gesprochen. „Damit haben wir noch Schlimmeres verhindert. Es ist nur schade, dass im Wahlkampf nicht die Arbeit der Partei für die Gemeinde im Vordergrund stand.“ Überlackner will jetzt aber wieder nach vorne blicken. Die SPÖ werde sich auch in der nächsten Periode konstruktiv einbringen.