Amstetten: Ärger über Müll-Rowdys. Die Mitarbeiter des Bau- und Wirtschaftshofes Amstetten klagen über vermehrt achtlos entsorgten Müll am Straßenrand und in öffentlichen Grünanlagen.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 19. September 2017 (04:59)
Doris Schleifer-Höderl
Andreas Kloimwieder, Leiter des Bau- und Wirtschaftshofes Amstetten, ist fassungslos: „Die achtlose Entsorgung von Müll nimmt eindeutig Ausmaße an, die erschreckend sind!“

„Offenbar sinkt die Hemmschwelle, Getränkebehälter, Lebensmittelverpackungen, Zeitungen und Zigarettenschachteln einfach aus dem fahrenden Auto zu werfen oder dort fallen zu lassen, wo man gerade geht. Dass dabei das Stadtbild verschandelt wird, ist den Betreffenden egal“, ärgert sich Bau- und Wirtschaftshofleiter Andreas Kloimwieder.

Vor allem nach Wochenenden oder Feiertagen haben er und seine Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, um achtlos weggeworfene Flaschen, Dosen, Plastik und Papier von den Straßenrändern im Stadtgebiet zu entfernen.

Bahnhof und Sammelstelle bei Interspar als Hotspots

Dabei wäre es wirklich nicht schwer, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, sind doch im Stadtgebiet und in den Ortsteilen, in Parkhäusern, an Wanderwegen und Spielplätzen rund 700 Müllkübeln angebracht, die wöchentlich und teilweise sogar öfter entleert werden.

Besonders betroffen vom Müll-Rowdytum sind das Gebiet rund um den Bahnhof einschließlich der Wiener Straße, der Ybbsbegleitweg, aber auch die Haltstellen der CityBusse. „Da werden in letzter Zeit oft viele Gratiszeitungen aus den Boxen und Ständern entnommen und landen dann einfach auf dem Boden“, berichtet Kloimwieder.

Ebenfalls ein Hotspot in Sachen illegaler Müllablagerung ist die Altstoffsammelstelle beim Interspar. Dort türmen sich oft neben den Behältern Plastiksackerln mit Restmüll und auch Kartons. „Es scheint den Leuten nicht klar zu sein, dass sie sich strafbar machen, wenn sie Müll einfach neben die Sammelbehälter stellen.“ Wer erwischt wird, kann dafür übrigens auch zur Kasse gebeten werden.

Kloimwieder wünscht sich „mehr Respekt vor der Umwelt, Fauna und Flora sowie den Mitmenschen.“ Fakt ist, dass für die Reinigungsarbeiten in den genannten Bereichen pro Jahr rund 8.000 Arbeitsstunden anfallen, die natürlich erhebliche Kosten verursachen.