Ärger über „Brummis“

Erstellt am 03. Dezember 2013 | 23:59
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Web-Artikel 7994
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Lärmbelästigung / 223 Anrainer fordern mit Unterschriftenliste die Verbannung von Lkw-Zügen aus dem Wolfsbacher Zentrum.
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Von Josef Penzendorfer und Hermann Knapp

Autobahnmaut-Flüchtlinge und Fuhrwerke, die der Tonnagekontrolle auf der A1 entkommen wollen, vor allem aber auch Holzfuhrwerke mit Anhänger frühmorgens sind es, die viele Ortsbewohner von Wolfsbach nerven. „Wir haben ja nichts gegen Zusteller oder Fahrzeuge von ortsansässigen Firmen, aber Lastzüge brauchen nicht durch Wolfsbach fahren“, sagt Helmut Prinz, Sprecher der Betroffenen. Er habe selbst einmal einen Lkw angehalten und den Fahrer gefragt, warum er diese Route gewählt habe. „Er hat gesagt, dass der Chef ihm wegen der Maut verboten hat, auf der Autobahn zu fahren“, berichtet Prinz.

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Sie und viele weitere Wolfsbacher fühlen sich durch den Schwerverkehr im Ortskern belästigt; v.l.: Helmut Prinz, Gastwirt Adi Zatl und Rudolf Kary.
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Die Anrainer haben ihrem Protest nun auch eine formale Note gegeben und Unterschriften gesammelt. „223 Unterstützungserklärungen - darunter auch viele namhafte Personen - binnen 14 Tagen - das ist ein starkes und klares Zeichen!“, meint Prinz. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Sturm hat er in der Sache auch schon auf der Bezirkshauptmannschaft Amstetten vorgesprochen. Ziel ist es, durch eine Tonnagebeschränkung von 7,5 Tonnen den Schwerverkehr - mit Ausnahme der Zustelldienste - aus dem Ortszentrum zu verbannen. „Auch die Sicherheit im Bereich der Schule und des Kindergartens ist davon betroffen“, ergänzt Rudolf Kary. Freilich liegt auch in der Navi-Führung mit ein Grund, dass derart viel Schwerverkehr auf der Landesstraße 6267 durch den Ortskern rollt. „Umliegende Gemeinden haben ihre Umfahrungsstraßen und das aus gutem Grund!“, meint der Gastronom Adi Zatl und schlägt auch gleich mögliche Ausweichrouten durch wenig verbautes Gebiet vor.

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